Und weil es so schön war, gleich noch mal. Neulich wollte ich etwas früher zu Bett gehen, weil ich recht müde war. Ich hatte aber noch ein paar Fotos bearbeitet, weshalb ich es nicht eher ins Bett schaffte. ZUM GLÜCK!

Auf einmal rannte irgendwas am Kopfende meines Bettes nach oben die Wand entlang.

Zum Glück passte das Ding problemlos in ein Glas, auch wenn es schell und aggressiv war. Ich war schneller!! Ich wunderte mich, warum die Spinne nicht nur so unglaublich hässlich, sondern auch noch so … knubbelig war. Bei näherer Betrachtung des Glases stellte ich dann fest, dass da NOCH VIEL MEHR SPINNEN waren. Diese Babyspinnen sitzen auf der Mutterspinne drauf. :-!

Und wäre diese eine Spinne mit diesen vielen anderen Spinnen nicht schon genug, bekam ich am folgenden Morgen gleich noch mal Besuch von einer Mutterspinne. Ist das hier ‘ne Kinderkrippe? Verdammte Scheiße!

Und nein, es geht hier nicht um das eine Haar, das die Spinne da hinter sich herzieht. Falls Bedarf besteht, kann ich ja mit der Putzfrau schimpfen. :D

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Immer wenn es regnet und irgendein Vollidiot Türen oder Fenster offen gelassen hat, dann kommt SO WAS rein:

Diese sog. Huntsman Spiders werden daher auch Rain Spiders, oder — wegen ihrer Größe und Ähnlichkeit zu den Krabbenspinnen — Giant Crab Spiders genannt.  Springen können die nicht. Ich hatte es getestet und sie, bevor ich einen großen Kochtopf drübergestülpt habe, mit Papierkugeln beworfen, um sicherzustellen, dass sie mich nicht anhüpft, wenn ich den Kochtopf draufmache. Gläser reichen ja nun tatsächlich nicht mehr aus. :(

Was macht man nun aber damit, wenn man so ein Ding erst mal in seiner Bude hat?

  1. Jede Menge «Doom» draufsprühen. Doom — zu dt. Verdammnis! So heißt hier wirklich ein Vertilgungmittel!
  2. Drauftreten!
  3. Einfangen und als Haustier halten.
  4. Einfangen und auswildern.

Die Optionen 1 und 2 dürften ausfallen. Über Doom würde die Spinne wohl lachen und sie totzutreten, wäre, als würde man versuchen, eine Ratte zu zermatschen. Die dritte Option ist abartig. Also entschied ich mich für die vierte: mit einem großen Kochtopf einfangen und warten, bis Niels kommt. Der hatte dann die glorreiche Idee, den Topf rauszuschieben. Das hat die Spinne, die Zarte, nicht überstanden. Bein abgerissen und zermatscht.

Niels meinte dann nur: «Ach, so groß ist die doch gar nicht». Nun ja: BEIN ABGERISSEN UND ZERMATSCHT! Da sieht alles gleich viel kleiner aus!

Nachtrag, 8. Dezember: Ich habe mich geirrt. Die Spinne hat zwar mehrere Beine verloren und sah auch sonst ganz lädiert aus, aber sie hat noch GELEBT!

Als ich heute Nacht furchtbar eilig auf die Toilette musste und ich ausnahmsweise mal das Licht angemacht habe, kroch sie gerade unter der Tür durch. Da passte sie ja jetzt ohne große Mühe durch, nachdem Niels sie «befreit» hatte. Und sie kroch ganz schön zielstrebig zu mir. Nun hab ich ihr aber wirklich den Rest gegeben: zuerst mit dem Besen aus meinem Zimmer gekickt, dann mit Doom besprüht und dann Glas drauf (da passte sie ja mittlerweile auch rein). Jetzt ist sie hinüber.

Wach wurde ich später aber trotzdem noch mal. Denn mich hatte irgendwas angekrabbelt. Nach einer Weile stellte sich heraus, dass sich ein Käfer in mein Bett verirrt hatte.

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Wie Sie vermeiden, von der Polizei erschossen zu werden*

Nun, da Vizepolizeichef Fikile Mbalula sagte, dass unweigerlich unschuldige Menschen von der Polizei erschossen würden, sollte man einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, falls man selbst und die eigene Familie am Leben hängt.

Zuerst einmal sollten Sie jeden Kontakt mit der Polizei vermeiden. Selbst wenn man ein Verbrechen melden will, läuft man Gefahr, von der Polizei erschossen zu werden, nur weil es gerade keine Tatverdächtigen gibt. Falls Sie an einen Tatort kommen, dann laufen sie lieber schnell weg, genau wie es die Regierung unter P.W. Botha von Journalisten gewollt hätte, wenn die sich selbst inmitten von Unruhen wiederfanden.

Sollte ein Zusammentreffen mit der Polizei unvermeidlich sein, dann halten Sie beide Hände nach oben, schmunzeln und sagen Sie «Ja, Herr Polizist, nein, Herr Polizist, ich hab hier was tolles für Sie, Herr Polizist».

Unter allen Umständen müssen Sie Ihre Kinder vor ihnen verstecken. Man weiß nie, ob ein Polizist nicht auf der anderen Straßenseite einen Kriminellen sieht und sofort das Feuer eröffnet. Lassen Sie Ihre Kinder bloß keine Rohre, Hockeyschläger oder irgendwas anderes in der Hand halten, was Polizisten fälschlicherweise für eine AK-47 halten und sie zu Präventivmaßnahmen gegen einen Dreijährigen veranlassen könnten.

Passen Sie Ihre Lebensversicherung an, damit auch Erschießungen durch die Polizei abgedeckt sind. Sie wollen ja schließlich nicht, dass Ihre Familie Entbehrungen erleiden muss, nur weil im Kleingedruckten steht, dass die Versicherungsfirma keine Haftung übernimmt, wenn Sie so doof sind, sich zwischen einen Cop und seinen Verdächtigen zu stellen.

Denken Sie gar nicht daran, eine richterliche Verfügung zu erwirken, um Erschießungen durch die Polizei zu unterbinden. Das funktioniert nicht. Zumindest funktionierte es nicht beim Taxiboss Bongani Mkhize, der drei Monate nach Bewilligung einer richterlichen Anordnung erschossen wurde. Die Polizisten sagten, er habe zuerst geschossen. Irgendwie muss er das durch ein geschlossenes Autofenster geschafft haben, während er nach hinten guckte und das Auto nach vorn fuhr.

Man sollte berücksichtigen, dass die Polizei mehr Verdächtige als vollkommen Unbeteiligte erschießt. In einem Jahr wurden bis Ende April 568 Menschen erschossen, wovon 32 Bürger waren, die zufällig in den Kugelhagel gerieten. Das sind lächerliche 5,66 Prozent — einer pro 18 Gauner, oder vermeindliche Gauner. Familien von Erschossenen verklagten die Polizei auf rund 300 000 Euro, ein vergleichsweiser kleiner Anteil am Polizeibudget – aber immer noch genug, um dem Minister, seinem Stellvertreter und dem Kommissar neue Autos zu kaufen.

Ist man überhaupt generell unschuldig? Nicht, dass sie es womöglich verdient haben, erschossen zu werden, weil sie es vemasselt hatten, ein paar kleinere Beträge in der Steuererklärung anzugeben, oder weil sie eine stattliche Sammlung an Knöllchen angehäuft hatten.

Verdächtige sofort zu erschießen, würde aber auch die Gerichte entlasten. Es würde helfen, den Rückstand aufzuarbeiten und die langwierigen Gerichtsprozesse zu beseitigen. Die Zahl der Untersuchungshäftlinge würde verringert. Außerdem müsste man nun auch nicht mehr die Verfassung ändern, um Personen hängen zu können, wenn man sie einfach erschießen kann — solange die unvermeidlichen Tötungen unschuldiger Bürger nur auf einem Minimum gehalten werden können, oder bei 5,66 Prozent.

Präsident Zuma forderte die Polizei auf, vorsichtig zu sein, wenn sie schießen. Hat in letzter Zeit irgendjemand zugehört, wenn der was gesagt hat?

John Scott, PS Column in der Cape Times am 18.11.2009

* Aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors

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6 Dez 2009

Die Flauschefrisur ist weg!

(Kategorie: Fotobeiträge)
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Man ist Südafrikaner, wenn…*

  • man bei einer Polizeikontrolle eine 100-Rand-Note (ca. 10 Euro) anstelle seines Führerscheins zückt
  • man seine monatlichen Einkäufe auf dem Fußweg erledigen kann
  • man einen Wachmann anstellen muss, wann immer man sein Auto parkt
  • man die Punkte der Fußballnationalmannschaft an null Fingern abzählen kann
  • man 750 Rand Verbindungsgebühr zahlen muss, um kostenlosen Strom zu bekommen
  • man Carjacking als Beruf ausübt
  • man die Studiengebühr bezahlen kann, indem man an einer Ampel ein Schild hochhält
  • man ein Auto hat, das weniger wert ist als das getankte Benzin
  • mehr Menschen bei einer Reality-Show abstimmen als bei Wahlen
  • Menschen die tollsten Namen haben: Weihnachten, Wohlwollen, Schön, Mittwoch, Segen, Brilliant, Geschenk, Wundervoll, Unschuldig…
  • «Now, now» («gleich, gleich») von «in einer Minute« bis «in einem Monat» alles heißen kann
  • man an der Ampel wartet, obwohl schon Grün ist, um die Taxifahrer auf der Querstraße durchzulassen
  • man 120 km/h fährt und trotzdem der langsamste auf der Autobahn ist
  • man ehrlich überrascht ist, sein Auto dort zu finden, wo man es geparkt hat
  • ein Hochgeschwindigkeitszug eingeführt wird, aber Schlaglöcher nicht ausgebessert werden können
  • man bei den letzten Ferien an der Küste mehr für Strafzettel für Geschwindigkeitsüberschreitungen als für den gesamten Urlaub bezahlt hat.
  • man seine Autonummer auf das Dach malt
  • man seine eigene Bettwäsche in ein staatliches Krankenhaus mitnimmt
  • man beweisen muss, dass man keinen Kredit braucht, um einen zu erhalten
  • Gefängnisinsassen streiken
  • man nicht an einer roten Ampel anhält, da man sonst überfallen werden könnte
  • man einen guten Monat hat, weil man nur einmal überfallen worden ist
  • ruandische Flüchtlinge wegen der viel zu hohen Kriminalitätsrate das Land verlassen
  • zwei afrikaanse TV-Sendungen durch eine Xhosa-Werbung für das folgende afrikaanse Programm unterbrochen werden
  • Angestellte vor dem Gebäude tanzen, um zu zeigen, wie unglücklich sie sind.
  • SABC (öffentlich-rechtlicher Rundfunk) eine Sendung bewirbt und deren Highlights hervorhebt, die man gerade erst gesehen hat
  • man einen Badeanzug «Schwimmkostüm» nennt
  • man weiß, was Rooibos-Tee ist, selbst wenn man nie einen probiert hat
  • man die Nationalhyme in vier Sprachen singen kann, aber keine Ahnung hat, was sie bedeutet
  • man jemanden kennt, der jemanden kennt, der schon mal Nelson Mandela getroffen hat
  • man ständig auf Braais geht, wo man, gelegentlich gleichzeitig, Boerewors isst und schwimmt
  • man weiß, dass man absolut nichts (!) in Free State (eine Provinz Südafrikas) machen kann
  • die Tatsache, dass das Warten in einer Schlange zur Wahl viel wichtiger ist als das Wahlergebnis selbst
  • die Polizei empfiehlt, nicht anzuhalten, wenn man von ihr mitten in der Nacht herausgewunken wird, sondern auf den schnellsten Weg zur nächsten Polizeistation zu fahren
  • Menschen eher sterben würden, als in einem Land zu leben, wo sie ihren Scheiß selber machen müssten
  • Wahlstimmen solange nachgezählt werden müssen, bis die richtige Partei gewinnt
  • die Regierung eine größere Opposition in den eigenen Reihen als in denen der Oppositionsparteien hat
  • ein 45-jähriger Ingenieur durch einen 25-jährigen ersetzt wird, der noch nicht mal seinen eigenen Namen schreiben kann
  • ein Mörder eine zweijährige und ein illegaler M-Net-Zuschauer (Bezahlfernsehen) eine sechsmonatige Haftstrafe bekommt
  • Polizisten immer merken, dass man unerlaubt am Straßenrand parkt, aber niemals merken, dass Minibustaxis in der Mitte der Straße (!!) parken
  • man für Mord ins Gefängnis geht, aber anstelle einer Todesstrafe eine Schachtel voller Kondome bekommt
  • Wahlversprechen zu «Rom wurde nicht an einem Tag erbaut»-Sprüchen werden
  • die Standardantwort auf Aussagen «Ist das so?» ist
  • man, sobald der Strom wieder da ist, erst mal nachschaut, ob ein Fußball- oder Cricketspiel im Fernsehen läuft — Warum sonst sollte Escom wohl den Strom so schnell wieder eingeschaltet haben?
  • «Armed Response» keine angebotene Dienstleistung, sondern einfach nur eine Beschreibung aller Sicherheitsfirmen im Lande ist
  • man amerikanische Touristen angafft, weil die so selten sind
  • Polizeireviere «Panic Buttons» haben, damit sie einen privaten Sicherheitsdienst verständigen können, falls jemand bei ihnen einbricht

* englische Version in der StudiVZ-Gruppe «You know, you’re a South African if…» gefunden

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