[Warnung: Der Beitrag ist geeignet, beim Leser Neid und Missgunst auszulösen.]

…oder mir ist schlecht. Diese Devise trifft auf jeden Fall auf das üppige Essen in Südafrika zu. Ich hatte während des Urlaubs ja einige Gelegenheit, meinen Freunden das Essen näher zu bringen. Wir hatten in knapp einer Woche drei Braais, und obwohl wir es nicht so üppig gestaltet haben wie für Südafrikaner üblich, konnte ich danach erst mal kein Fleisch mehr sehen.

Außerdem waren wir noch im Butcher Shop, einem Johannesburger Restaurant, in dem man ebenfalls Fleischgerichte, wie Rind oder Strauß («Oistrisch» *ggg*) bekommen kann. Aber da ich eben erst mal kein Fleisch mehr sehen konnte, war ich froh, dass der Butcher Shop auch Fisch anbietet (und jetzt bitte keine Diskussionen, ob Fisch auch Fleisch ist — ja ist es, aber es macht doch einen Unterschied).

Besonders geil — und jetzt kommen wir zum «oder mir ist schlecht»-Teil der Geschichte — war das Essen in Kapstadt. Kristin und ich waren im The Brass Bell, einem Restaurant, für das wir uns irgendwie underdressed vorkamen. Dort hatten wir Fisch gegessen und das war so unglaublich viel und lecker, da bekomm ich gleich wieder Sehnsucht (hab gerade zwei Toastscheiben im Toaster *grml*). Das beste war aber das Drumherum. Wir hatten ja noch ein superleckeres Dessert; Kristin irgendwas mit Eis und Früchten und ich hatte einen Decadent-Choc-irgendwas-Dessert. UND DAS WAR DER HAMMER.

Auf dem Teller stand ein kleines Kesselchen aus purer Schokolade, so richtig mit Füßen und so. Die Wand des Kesselchen war so dick, dass ich nur die Hälfte geschafft habe. In dem Kesselchen befand sich eine leckere Schokoladencreme. Oben drauf lagen Nüsse, sodass ich den Kessel erst gar nicht aufgekriegt habe. Unter dem Kesselchen waren Schokoraspeln wie Feuer angeordnet. Da krieg ich doch gleich Tränen in die Augen, wenn ich das jetzt nur beschreibe. Fotos gibt’s leider nicht.

Dazu hatten wir noch Appletizer (*rofl*), Kristin einen Saft, ich einen Wein und dann noch jeder Kaffee. Dafür haben wir mit üppigem Trinkgeld weniger als 30 Euro gezahlt — insgesamt!!!

Außerdem waren wir noch im 19-on-Main Bistro. OMFG! Da haben wir noch weniger gezahlt, hatten aber so viel gegessen, dass uns wirklich schlecht war. Dass wir noch ein Dessert (Mandeldattelkuchen mit Schlagsahne und Eis!) bestellt hatten, war ein Fehler — aber ein traumhafter.

Tags darauf sind wir noch mal zum 19-on-Main Bistro gegangen, weil die dort sonntags immer ein Curry Buffet veranstalten. Man zahlt 60 Rand (rund sechs Euro) und kann so viel essen, wie man will, oder bis man platzt. Wir haben das natürlich ausgekostet und immer nur kleine Portionen genommen, wir wollten das ja genießen. So ziemlich alle anderen haben sich die Teller bis oben hin voll geknallt; vermutlich kriegen die sonst die Woche über nix zu essen. Am Ende waren wir so voll, dass wir kein Dessert mehr reinbekommen haben; aber wir haben was als Take away für den nächsten Morgen, unseren Abreisetag, mitgenommen: einen «Death by chocolate»*- und einen «Chocolate Chili»-Kuchen.

Wir waren zweimal dort und zweimal waren wir die letzten Kunden, die gegangen sind. Die Kellnerin hatte schon gefragt, ob wir vielleicht gleich auf der Couch übernachten wollen. :D Auf das 19-on-Main Bistro waren wir übrigens nur aufmerksam geworden, weil der Duft aus dem Restaurant in einem Trödelladen unsere Nasen umschmeichelte. :)

Das Kontrastprogramm bildete übrigens unser Frühstück: Toastbrot mit Lachskäse. :-!

* Sebastian, der Death-by-Chocolate-Kuchen von Pick ‘n’ Pay ist ‘ne Mogelpackung! Alles Betrug!!!

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Nein, nicht DIE, wobei es ja doch irgendwie problematisch ist, dass DIE sonntags morgens 7.30 Uhr Bambule machen. Auf der Veranda. Vor meiner Tür. Während ich den Schlaf der Gerechten schlafen will. Aber nein, um DIE geht’s nicht. Es geht um Zebras.

Viele Besucher von Tierparks und Teilnehmer an Safaris haben mir schon erzählt: «Und am dritten Tag konnte ich [beliebiges Tier] nicht mehr sehen». Und ich denk mir noch so: Ja ja, labert ihr nur mal. So schlimm kann das doch nun wirklich sein.

Aber wenn ich…

…für die restliche Dauer…

…meines Afrikaaufenthaltes…

…nur noch…

…ein gottverdammtes Zebra…

…sehen muss,…

…dann erschieß ich erst…

…seine Familie und…

…dann es selbst.

Verdammte attention seeker!

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28 Feb 2010

Südafrikanische Musik (2)

(Kategorie: Videobeiträge)

Hier mal wieder eine musikalische Empfehlung von mir. Die südafrikanische Band Mango Groove existiert seit 1984 und wurde damit schon vor Ende der Apartheid gegründet. Besonders macht sie, dass sie zu den ersten Bands gehört, bei denen Musiker unterschiedlicher Hautfarbe mitwirken.

Mango Groove — Special Star

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28 Feb 2010

OMFG!

(Kategorie: Fotobeiträge)

Avatar in 3D — Besser kann ich’s auch nicht ausdrücken.

(Quelle: Jojos illustrierter Blog)

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Deutsche lieben Ordnung und Regeln, heißt es. Eben kam ein herumstreunender Holländer* (HH) in mein Zimmer und wollte das Passwort für den WLan-Zugang des Vermieters haben. Das Haus ist voll von DENEN und er fragt ausgerechnet einen Deutschen?

  • Ich: «Wohnst du jetzt hier?»
  • HH: «Nein, ich will nur mal meine Mails checken, geht auch ganz schnell.»
  • Ich: «Ähm, tut mir leid, das geht nicht. Mein Vermieter würde mich umbringen. Frag doch die anderen, ob sie dir das Passwort geben».
  • HH: «Die haben das aber nicht. Das ist im Rechner eingetragen und unkenntlich.»
  • Ich: «Du kannst ja gern schnell bei mir Mails checken.»
  • HH: «Ich will aber gleich noch ein paar Sachen runterladen.»
  • Ich: «Sorry, du fragst einen Deutschen. Wir Deutschen lieben Regeln. Das kann ich nicht machen. Frag doch einfach Selena, die muss das Passwort haben, weil ich ihr eine SMS geschickt hatte. Ich bin sicher, dass sie dir das Passwort gibt, wenn du sie fragst.»

Als der HH weg war, hat er sich mit einem von DENEN unterhalten und gelacht. Ich glaube, deutsches Verantwortungsbewusstsein wird vollkommen unterschätzt.

* Ich muss unbedingt wieder mehr Zeit mit Niels verbringen, sonst red’ ich über Holländer bald nur noch, als hätte ich Schimmel in der Wohnung.

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