25 Feb 2010

The Internet has gone!

(Kategorie: Textbeiträge)

Ich bin nicht süchtig nach Internet. Nein, ganz sicher nicht. Ich kann ganz gut ein paar Tage ohne Internet leben, ist ja kaum dramatischer als jahrelang unfreiwillig Single zu sein und immer im Frühling und Sommer glückliche, händchenhaltende Pärchen im Park zu beobachten.

ABER: Wenn ich auf Arbeit bin und gescheit prokrastinieren rumlümmeln recherchieren und arbeiten will, dann hat das gottverdammte, beschissene Internet gefälligst zu funktionieren und meine Browseranfragen gefälligst an den richtigen Proxy und nicht an einen Affenbrotbaum in Äthiopien* zu schicken, der alle meine Anfragen ablehnt.

Und das schlimme: Der IT-Techniker ist im Haus –  und hat absolut keine Ahnung.

* lt. technischer Analyse von Wolf-Ulf Wulfrolf wahrscheinlich.

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Neulich, als wir zum Carnivore wollten, bestellte einer meiner neuen holländischen Mitbewohner einen Tisch für acht Personen (= Anzahl der Bewohner unseres Hauses). Nun wollten noch weitere Personen mit.

Niels (ruft an): «Geht ihr ins Carnivore?»
Ich: «Ja, tun wir. Die haben schon bestellt.»
Niels: «Ok, bestellt mal noch für drei weitere.»
Ich: «Keine Ahnung, wer von denen bestellt hat, also kann ich nicht selbst anrufen und das ändern, und außerdem sind die nicht da. Wenn die zurück sind, dann sag ich, dass die anrufen sollen.»



Ich (ruf Niels an): «Die Holländer waren nur kurz da, als ich gerade im Bad war, daher hat da jetzt keiner was geändert. Die meinten, dass sie noch irgendwelche Holländer abholen. Sind das die, die du eh mitbringen willst?»
Niels: «Nein, ich glaub, das sind zwei andere. Dann brauchen wir also 15 Plätze.»
Ich: «WTF? 15? 8+2+3=13!!! Q.e.d. (Q.e.d. hab ich nicht wirklich gesagt.)»
Niels: «13 ist aber eine Unglückszahl.»
Ich: «Meinetwegen bestellen wir für 14 Personen und behaupten einfach, die Bedienung hat nicht richtig zugehört.»



Neue Mitbewohnerin taucht auf: «Kann ich bei euch mitfahren? Ich weiß nicht, wann die Jungs wiederkommen.»
Ich (WTF? Wo kommt DIE auf einmal her?): «Die kommen nicht wieder, die holen zwei Holländer ab, von denen aber niemand so richtig weiß, ob das die zwei sind, die Niels schon mitbringen will.»
Holländerin: «Ne ne, die dürften zwei extra sein.»



Julia zwischendurch: «Was ist jetzt eigtl. mit Stephane und Alex? Kommen die noch hierher, kommen die gleich dorthin? Sind die überhaupt informiert???»
Ich: «Gute Frage…»



Alex (hinterlässt Nachricht): «Wer hat im Carnivore bestellt?»



Niels ruft an: «Ich glaub, alle Holländer haben extra bestellt. Kann sein, dass wir jetzt ‘nen Tisch für 30 Personen haben.»
Ich: *args* *grblblwlw*

  1. Zu viele Holländer in der Geschichte.
  2. Wie konnte Holland bei dem Grad an Unorganisiertheit Kolonialmacht werden? Haben die mit den Unterdrückten immer was geraucht? Haha!
  3. Holländern ist es in diesem Haus ab sofort unter Androhung von Haschischentzug verboten, irgendwas zu planen, was über die Organisation eines Sauf-Kiff-Braai-Kiff-Abends hinaus geht. Damit das klar ist!
  4. Am Ende waren es zwar nicht ganz 30 Personen, aber deutlich mehr als 13.
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18 Feb 2010

Ätsch-Fotos (5)

(Kategorie: Fotobeiträge)

Wie konnte ich diese Rubrik nur so lange vernachlässigen? Ok, streng genommen, entwickelt sich mein Blog zu einem Ätsch-Blog. Anyway, hier gibt’s jetzt wieder was für die Rubrik. Und zwar diesmal nur für Sebastian und auch Marc, der sich neulich so aufrichtig für mich gefreut hat, dass ich im warmen Südafrika bin (die Äußerungen sind nicht jugendfrei).

Die Sonne küsst mich mit ihren verführerischen, wärmenden Strahlen wach und ich frage mich: Hm, was könnt ich tun?

An den Strand gehen?

Nette Fotos für die Daheimgebliebenen machen?

Baden gehen?

Ach nee, so’n Strand ist nach ‘ner Weile voll öde. Ich bleib lieber liegen…

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OMG! Mein erstes Mal warmes Meer. Es war soooooooooooooo schön und … warm. Kristin und ich wollten ja u.a. nach Durban, das am Indischen Ozean liegt. Aber mein Vermieter empfahl uns, nicht in Durban, sondern lieber im Cutty Sark in Scottburgh zu übernachten. Das war eine sehr gute Idee.

Scottburgh ist ein klitzekleines Örtchen, ca. 60km südlich von Durban direkt am Strand gelegen. Von hier aus sind wir einmal nach Durban (mein Gott, ist die Stadt hässlich) und einmal in die entgegengesetzte Richtung, zum Oribi-Gorge-Park, gefahren. Aber — chronologisch durcheinander — der Reihe nach.

Am Strand waren wir am letzten Tag unseres Aufenthaltes. An der südafrikanischen Mentalität mag ich, dass es zwar Regeln, aber dafür auch Ausnahmen gibt. Das kann einem zwar auch sehr ungelegen kommen, aber in unserem Fall war es prima. Eigentlich ist Check-Out immer 10 Uhr am Morgen. Da wir aber noch mal an den Strand und uns danach duschen wollten, hab ich gefragt, ob wir vielleicht später auschecken dürften. Es war absolut kein Problem. So konnten wir bis 14 Uhr bleiben. In Deutschland stell ich mir das nicht so entspannt vor.

Der Strand war einfach traumhaft. In dem Hotel schienen fast nur Locals Urlaub zu machen, weshalb es schon relativ leer war, weil die Südafrikaner meistens nur bis Anfang/Mitte Januar Urlaub machen. Aber obwohl doch noch einige da waren, gab es kaum Leute an unserem Strandabschnitt (Haie? :D ). Zwischenzeitlich war das quasi unser Privatstrand. Weicher Sand, warme Brise, tolles Wasser. Was will man Meer? *g*

Am Indischen Ozean

Meer, Sonne, Sandstrand, Meer, Meer, Meer... :)

20 Fotos

Seit dem Urlaub weiß ich übrigens, dass man eine dezente, kaum zu erahnende Bräune auch über den Umweg über Knallrot bekommen kann. Aber jeder, wie er es verdient: Ich war auch nur ein paar Stunden am Strand und bin nahtlos braun geworden. Haha!

Da mir unter Androhung von Gewalt verboten worden ist, hässliche Fotos hochzuladen (mal davon abgesehen, dass ich gar keine hässlichen Fotos habe und unabhängig davon hinterhältigerweise Fotos gelöscht worden sind — auch noch tolle!!), und mir vermutlich auch nie erlaubt werden würde, echte, die Wahrheit nicht verfälschende Fotos von knackig roten Personen hochzuladen, bin ich gezwungen, symbolisch darzustellen, was passiert ist:

Aus Solidarität habe ich sogar meinen allerersten Sonnenbrand bekommen. Es hat ein bisschen an den Schultern gezwackt. :D

Am ersten Tag sind wir nach Durban zur uShaka Marine World gefahren. Der Komplex besteht aus einem Aquarium und einem Wasserpark. Wir hatten uns nur für das Aquarium entschieden, weil wir sowieso noch recht fertig von der Fahrt waren. Baden konnten wir dann ja am Strand. Über das Aquarium braucht man nicht viel zu schreiben; es ist halt, wie Aquarien nun mal so sind, voller Fische und anderem Getier. Guckt euch die Fotos an. :)

Ushaka Marine World

Jede Menge Seafood... :)

66 Fotos

In der entgegengesetzten Richtung liegt der Oribi-Gorge-Park. Weil wir während des Urlaubs sowieso schon ganz schön viele Tiere gesehen hatten, dachten wir uns, dass wir doch mal wandern könnten. Hierzu stelle ich fest:

  1. Scheiße, anstrengend!
  2. Spinnen und Tausendfüßer (sogar zerhackte) noch und nöcher!
  3. Wow, die Aussicht ist wunderbar!

Zu dem Park möchte ich auch nicht all zu viel schreiben. Auch hier gibt es schöne Bilder anzuschauen. Es lohnt sich. Auf jeden Fall sieht man sehr gut, wie hoch wir geklettert sind. Oben gibt es übrigens viele, viele Ameisen, die gern an nur mit Sandalen bestückten Füßen knabbern. *feix*

Oribi Gorge Naturpark

Anstrengender Marsch, der mit einer super Aussicht belohnt wird. :)

46 Fotos

Auf dem Weg zurück haben wir Halt in Port Shepstone gemacht, um noch was zu essen. Mir fiel schon auf dem Weg zum Park auf, dass Kristin die einzige weiße Person war. Das kam mir komisch vor. Und vielen Leuten, die gegafft haben, wohl auch. Insb. weil sie gefahren ist. Normalerweise kutschiert ja der Schwarze den Weißen durch die Gegend. Ausnahme: Der Schwarze sitzt hinten auf der Ladefläche. ;)

Gelandet sind wir übrigens — wie sollte es anders sein? — bei Nando’s. Der indischstämmige Manager war wohl ziemlich überrascht, dass wir uns in einer fremden Sprache unterhielten, und wohl auch, dass das auch noch ein Schwarzer und eine Weiße taten. Er war dann ziemlich an uns interessiert und wir haben ein wenig geplaudert. Er konnte gar nicht glauben, dass es bei uns in Deutschland kein Nando’s gibt. Ich mittlerweile übrigens auch nicht…

Drei Tage später war dann leider schon wieder alles vorbei. Wir mussten zurück, weil ich erstens noch bei den Idioten von Home Affairs vorbeischauen musste und wir zweitens noch ein paar Tage in Kapstadt verbringen wollten. Auf dem Rückweg sind wir in ein ganz, ganz übles Gewitter gekommen, das man mit Fug und Recht als richtiges südafrikanisches Gewitter bezeichnen kann: Zwischendurch konnte man kaum weiter als 20m sehen, weshalb wir den Warnblinker angemacht haben, um nicht angefahren zu werden. Und dann schlug auch noch ein Blitz neben uns ein. :D

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18 Feb 2010

Flauschattacke

(Kategorie: Fotobeiträge)

Wenn du das folgende nicht niedlich findest, dann hast du kein Herz und würdest sogar kleine Kinder essen!

Mein Gott, die sind so süß!!! Ich muss aufpassen, dass ich nicht hyperventiliere.

(Fotos mit freundlicher Genehmigung von Julia D. veröffentlicht.)

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