Eben erfuhr ich, dass der südafrikanische Rassist und Vorsitzende der rassistischen Burenbewegung AWB, «Afrikaner Weerstandsbeweging», Eugène Terre’Blanche, auf seiner Farm erschlagen worden ist. Terre’Blanche, Befürworter der Apartheid, soll laut Polizeiangaben von zwei seiner Bediensteten wegen ausstehender Löhne ermordet worden sein. Die beiden Tatverdächtigen sitzen in Haft.

Die AWB, die 1973 aufgrund der Unzufriedenheit mit der als zu liberal angesehenen Politik der Regierungspartei «National Party» gegründet worden war, machte insbesondere Anfang der 90er Jahre von sich Reden, als sie u.a. mithilfe von Bombenanschlägen versuchte, das Ende des Unterdrückungsstaates zu verhindern, notfalls das Land in den Bürgerkrieg zu treiben. Wenn sie das Land nicht haben konnten, sollte es kein anderer bekommen.

Paraden und Angriffe der Afrikaner Weerstandsbeweging

Die mittlerweile nahezu in der Bedeutungslosigkeit versunkene Widerstandsbewegung hat sich zum Ziel gesetzt, in Südafrika eine unabhängige Burenrepublik zu gründen. Symbole und Führerkult erinnern stark an das Naziregime. Heute kommt die AWB nur noch auf wenige hundert Mitglieder, obwohl ich davon ausgehe, dass sie auf deutlich mehr Unterstützer kommen dürfte. Immerhin ist Rassismus in Südafrika heute noch weit verbreitet und viele Weiße sehen sich als den Schwarzen überlegen an.

Nachtrag, 5. April: Wenn stimmt, was tagesschau.de schreibt, dann lag ich mit «Crisis? What Crisis?» gar nicht so verkehrt. Julius Malema, der Vorsitzende der Jugendliga des ANC, soll ja im März in aller Öffentlichkeit ein bekanntes Lied über die Tötung von Farmern bzw. Buren angestimmt haben. Auf die Vorwürfe, er habe die Tat durch das Lied ausgelöst, soll Malema geantwortet haben: «Ich bin in Simbabwe. Keine Ahnung, wovon Sie reden. Die Jugendliga wird reagieren, ich muß auf Vorwürfe solcher Leute nicht eingehen.»

Am vorvergangenen Freitag hatte zudem der High Court in Johannesburg entschieden, dass die Passage «Tötet die Buren» als Hassrede gegen die Verfassung verstoße und damit unrechtmäßig sei. ANC und Cosatu widersprachen der Entscheidung und behaupten, dass das Lied zur Geschichte Südafrikas gehöre, weil es Bestandteil des Kampfes gegen die Apartheid war. Laut ANC war das Gericht bei der Entscheidungsfindung schlicht inkompetent.

Der ANC zickt für gewöhnlich schon rum, wenn die Presse kritisch über den Präsidenten berichtet. Aber «Tötet die Buren» soll keine Hassrede sein. Ich glaub, ich übergeb mich gleich.

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4 Apr 2010

Sturzbetrunken

(Kategorie: Videobeiträge)

Eigentlich hatte ich gerade nach einem Video eines rassistischen Südafrikaners gesucht, der bei Paraden betrunken vom Pferd fiel. Gefunden habe ich keines, dafür aber eines von einer reizenden Muschi, die noch total benommen von der Narkose des Tierarztes ist.

Benommene Katze

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2 Apr 2010

Südafrika *seufz*

(Kategorie: Textbeiträge)

Am Wochenende war ich in Vilshofen1 und Passau, Freunde besuchen. Ich bin mit den Bummelzug dahin gefahren, um «nur» 20 Euro zu zahlen.2

Auf dem Weg nach Passau hab ich Musik gehört und dabei die Augen geschlossen. Beim dem Rumpeln der Regionalbahn habe ich mir vorgestellt, dass ich gerade im Flugzeug sitze. Natürlich nach Südafrika. Zwischenhalt war dann aber leider doch nur Minga.3

Überhaupt fällt mir die Eingewöhnung zurzeit wirklich sehr schwer, mein Fernweh ist mir dabei keine große Hilfe. Normalerweise freue ich mich jedes Semester auf den Start der Vorlesungen und überhaupt den ganzen Unibetrieb. Dieses Semester: Nichts! Nada! Niente! Wenn sich das nicht bald ändert, dann habe ich ein übles Problem. Immerhin steht die Abschlussarbeit ins Haus.

Aber wie kann man kein Fernweh bekommen, wenn man so schöne Aussichten hatte?

  1. An dieser Stelle noch mal an Müscha: Dankie! (Afrikaans)
  2. Die Gauner haben das Bayernticket um drei Euro erhöht, der Service ist aber gewohnt schlecht.
  3. Für die Zugeroasten: München.
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Ich habe gerade einen wunderschönen Spot über Südafrika gefunden.1 Kulula ist eine südafrikanischer Reiseanbieter, über den man zum Beispiel günstige Flüge buchen kann. Der Spot ist an Südafrikaner gerichtet, die doch bitte auch mal ihr Land erkunden sollten, wenn DIE es doch auch tun: «They are exploring our country. Why don’t you?»

Kulula — Exploring South Africa

In dem Blog, in dem ich die Werbung gefunden habe, wird behauptet, dass der Charakter im Spot ein ignoranter Amerikaner sei. Es könnte aber ebenso auch ein Deutscher sein. Deutsche Touristen benehmen sich ja auch auch so.

Als ich das erste Mal im Naturpark Pilanesberg war, war das erste, was ich vernahm, nachdem ich das Gate passierte, das Geplärre einer Horde deutscher Touristen auf einem Safariwagen. Oh! Mein! Gott! War das peinlich.2

Schön an dem Spot finde ich ja, wie die Ignoranz dargestellt wird: «Robber’s Island» und «Mapulalala» bzw. «Mapulaganga»3 sind meine Favoriten. «No!» Hihi.

  1. Jetzt bin ich wieder wehleidig.
  2. Zum Glück kann ich mich verleugnen, wenn es ganz fies wird.
  3. Die Provinz, um die es geht, heißt Mpumalanga.
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23 Mar 2010

Welcome Home

(Kategorie: Textbeiträge)

«Hey, Sie da! Sie! Ja, Sie! Sie stehen im Parkverbot!!!»

Hm ja, spätestens jetzt bin ich sicher, wieder in Deutschland zu sein. Blockwartmentalität. Das nervt.

Nachtrag, 24. März: Korrektur: JETZT bin ich sicher, wieder in Deutschland zu sein. Eben komm ich vom Einkaufen wieder. Und ein Pärchen hatte nichts besseres zu tun, als flink die Straßenseite zu verlassen, als ich entgegen kam.

Leider bin ich noch nicht wieder ganz fit, was die deutsche Spielart des Rassismus’ betrifft. Aber beim nächsten Mal frag ich einfach: «Ach, und du bist sicher, dass dir das hilft? Wenn ich dich töten will, dann kann ich das auch so.»

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