2 Apr 2010

Südafrika *seufz*

(Kategorie: Textbeiträge)

Am Wochenende war ich in Vilshofen1 und Passau, Freunde besuchen. Ich bin mit den Bummelzug dahin gefahren, um «nur» 20 Euro zu zahlen.2

Auf dem Weg nach Passau hab ich Musik gehört und dabei die Augen geschlossen. Beim dem Rumpeln der Regionalbahn habe ich mir vorgestellt, dass ich gerade im Flugzeug sitze. Natürlich nach Südafrika. Zwischenhalt war dann aber leider doch nur Minga.3

Überhaupt fällt mir die Eingewöhnung zurzeit wirklich sehr schwer, mein Fernweh ist mir dabei keine große Hilfe. Normalerweise freue ich mich jedes Semester auf den Start der Vorlesungen und überhaupt den ganzen Unibetrieb. Dieses Semester: Nichts! Nada! Niente! Wenn sich das nicht bald ändert, dann habe ich ein übles Problem. Immerhin steht die Abschlussarbeit ins Haus.

Aber wie kann man kein Fernweh bekommen, wenn man so schöne Aussichten hatte?

  1. An dieser Stelle noch mal an Müscha: Dankie! (Afrikaans)
  2. Die Gauner haben das Bayernticket um drei Euro erhöht, der Service ist aber gewohnt schlecht.
  3. Für die Zugeroasten: München.
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Ich habe gerade einen wunderschönen Spot über Südafrika gefunden.1 Kulula ist eine südafrikanischer Reiseanbieter, über den man zum Beispiel günstige Flüge buchen kann. Der Spot ist an Südafrikaner gerichtet, die doch bitte auch mal ihr Land erkunden sollten, wenn DIE es doch auch tun: «They are exploring our country. Why don’t you?»

Kulula — Exploring South Africa

In dem Blog, in dem ich die Werbung gefunden habe, wird behauptet, dass der Charakter im Spot ein ignoranter Amerikaner sei. Es könnte aber ebenso auch ein Deutscher sein. Deutsche Touristen benehmen sich ja auch auch so.

Als ich das erste Mal im Naturpark Pilanesberg war, war das erste, was ich vernahm, nachdem ich das Gate passierte, das Geplärre einer Horde deutscher Touristen auf einem Safariwagen. Oh! Mein! Gott! War das peinlich.2

Schön an dem Spot finde ich ja, wie die Ignoranz dargestellt wird: «Robber’s Island» und «Mapulalala» bzw. «Mapulaganga»3 sind meine Favoriten. «No!» Hihi.

  1. Jetzt bin ich wieder wehleidig.
  2. Zum Glück kann ich mich verleugnen, wenn es ganz fies wird.
  3. Die Provinz, um die es geht, heißt Mpumalanga.
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23 Mrz 2010

Welcome Home

(Kategorie: Textbeiträge)

«Hey, Sie da! Sie! Ja, Sie! Sie stehen im Parkverbot!!!»

Hm ja, spätestens jetzt bin ich sicher, wieder in Deutschland zu sein. Blockwartmentalität. Das nervt.

Nachtrag, 24. März: Korrektur: JETZT bin ich sicher, wieder in Deutschland zu sein. Eben komm ich vom Einkaufen wieder. Und ein Pärchen hatte nichts besseres zu tun, als flink die Straßenseite zu verlassen, als ich entgegen kam.

Leider bin ich noch nicht wieder ganz fit, was die deutsche Spielart des Rassismus’ betrifft. Aber beim nächsten Mal frag ich einfach: «Ach, und du bist sicher, dass dir das hilft? Wenn ich dich töten will, dann kann ich das auch so.»

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23 Mrz 2010

Die nackte Angst

(Kategorie: Textbeiträge)

Typisch deutsch: the German Angst. Wir Deutschen sind ja echte Angsthasen. Wir haben eine Scheißangst vor allem. Und die ist zu allem Überfluss meistens auch noch irrational. Das Paradebeipiel dürfte wohl unser «Unbehagen» sein, bei einer Regelüberschreitung erwischt zu werden. Wenn man von der Polizei angehalten wird, bekommt man fast einen Herzanfall. Genauso wie wenn in der Straßenbahn der markig gesprochene Satz «Fahrscheine bitte!!!» ertönt.

(Quelle: Flix Heldentage)

Und die Südafrikaner? Ich könnte Edwin heute noch verdreschen, bis er lacht1, weil er neulich WIEDER EINMAL unangeschnallt im Auto saß. Im südafrikanischen Straßenverkehr kommt das einer Tötungsaufforderung gleich. Diese Südafrikaner scheinen echt vor nichts Angst zu haben.2 Während der deutsche Radfahrer nicht ohne Reflektoren das Haus verlässt3, fährt der Südafrikaner, wenn er sich denn mal raustraut, “Hahahaha, bringt mir den Tod!”-schreiend4 durch die Gegend. Ich bin überrascht, dass mir bisher kein einziger Südafrikaner auf der Motorhaube klebte. Gelegenheiten gab es ja reichlich.

Südafrikaner haben auch kein Problem damit, für den Strom, den sie beziehen, nicht zu zahlen. Und das geben sie auch noch freimütig zu. Ein typisches Gespräch:

Südafrikaner: «Ziemlich viele Südafrikaner zahlen nicht für den Strom.»
Ich: «Aha. Zahlst du?»
Südafrikaner: «Nö.»
Ich: «Ach, deshalb kannst du dir ein verhältnismäßig teueres Auto leisten?»
Südafrikaner grinst.

Ich stell mir gerade vor, wie ein Deutscher offen sagt: «Also ich zahl’ nicht!»

Ganz grundsätzlich dürfte sich ein Südafrikaner bei der Regelüberschreitung ziemlich sicher fühlen, weil es bei denen an deutscher Effizienz und Ordnungsliebe mangelt. Wird man in Deutschland von der Polizei unangeschnallt erwischt, gibt’s ein paar auf die Finger. In Südafrika einen Polizisten zu finden, der sich dafür interessiert, dürfte eher unwahrscheinlich sein.

Und wenn es einem in Deutschland gelingt, unerlaubt den Strom anzuzapfen, bin ich ziemlich sicher, dass die entsprechenden Stellen ziemlich schnell dahinter kämen; und wenn irgendein Denunziant nachhelfen müsste. Mal davon abgesehen, dass mir gar nicht in den Sinn käme, mich ohne zu zahlen am Strom zu bedienen. Aber ich bin ja auch Deutscher.

  1. Und danach weil er lacht!
  2. Außer vor Stromausfall, weil dann der elektrische Zaun nicht funktioniert. Haha.
  3. Studenten zählen nicht.
  4. Möglichst dunkle Kleidung, unter gar keinen Umständen Licht am Fahrrad, immer schön mitten auf der Fahrbahn fahren usw. Selbiges gilt auch für Fußgänger.
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20 Mrz 2010

Schnell wie der Blitz

(Kategorie: Textbeiträge)

Wow, dieses sogenannte Hochgeschwindigkeitsinternet, von dem immer alle reden, ist so unglaublich schnell, dass ich es noch nicht mal schaffe, einen Kaffee aus der Küche zu holen, bevor ein dreiminütiges Youtube-Video fertig geladen ist.

In Südafrika konnte ich mir nicht nur Kaffee holen, sondern auch noch schnell was zu essen machen und hatte danach immer noch genügend Zeit, dem Ladebalken beim Wachsen zuzugucken.

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