Das Wetter in Leipzig ist zurzeit wirklich das Letzte. Es gibt kaum mal zwei Tage am Stück, an denen die Sonne scheint und es schön warm ist. Wahrscheinlicher ist, dass es regnet und regnet und regnet. Genau wie letztes Jahr. Eine gute Gelegenheit, mal wieder die Nase in ein Buch zu stecken.

Bücher für einen verregneten Sommer
Weil ich mir schon länger kein Buch mehr gekauft hatte, habe ich diesmal nach Empfehlungen u. a. via Twitter gefragt. In der Hoffnung, gute Titel genannt zu bekommen, gab ich keine thematischen Einschränkungen. Aus der Fülle an Büchern, die mir empfohlen wurden, habe ich mir vorerst sechs ausgesucht. Die Beschränkung hier war natürlich wieder das liebe Geld. Studenten.
Kap der Finsternis
Tatsächlich der einzige Roman, den ich mir gekauft habe, was aber vor allem daran lag, dass die empfohlenen Romane doch recht teuer sind. Roger Smith ist der Krimibuchautor, der mir im Zusammenang mit Südafrika am häufigsten genannt wird. In dem Buch taucht ein amerikanischer Glücksspieler mitsamt Familie in Kapstadt unter. Als Gangster in sein Haus eindringen, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel mit einem korrupten und rassistischen Polizisten, das geradewegs in die Cape Flats führt.
In the Footsteps of Mr Kurtz
Die Korrespondentin Michaela Wrong befasst sich in ihrem Buch mit Aufstieg und Fall von Mobutu Sese Seko, der 32 Jahre Diktator von Zaire, dem heutigen Kongo, war. Während seiner Kleptokratie soll der Leopardenmann, wie er sich gern nennen ließ, fünf Milliarden US-Dollar abgezweigt haben.
Das Imperium der Schande
Noch ein Sachbuch, diesmal von Jean Ziegler, u. a. Globalisierungskritiker und ehemaliger UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Ziegler kritisiert hier transnationale Konzerne, deren Macht auf dem Hunger und der Verschuldung der Entrechteten dieser Erde
basiere.
War Junkie
Das Buch des britischen Kameramanns Jon Steele bietet eine subjektive Betrachtung von Kriegsgebieten, die er mit seiner Kamera besuchte. Untertitelt ist das Buch mit One man’s addiction to the worst places on Earth
. Entsprechend finden sich Passagen über Konfliktregionen wie Ruanda (Völkermord) und Sarajevo (Sniper Alley).
The Bang Bang Club
Geschrieben wurde das Buch von Greg Marinovich und Joao Silva, zwei der vier Mitglieder des sogenannten Bang Bang Club. Die vier Fotografen machten insbesondere zwischen 1990 und 1994 Bilder in den südafrikanischen Townships. Ein Mitglied des Clubs wurde von einer umherfliegenden Kugel niedergestreckt, der andere, wohl bekanntere Fotograf, nahm sich das Leben nur wenige Wochen, nachdem er den Pulitzer-Preis für ein schockierendes Foto erhielt.
Handschlag mit dem Teufel
Das Buch, geschrieben von Roméo Dallaire, dem Kommandanten der Blauhelmtruppe Unamir, befasst sich mit dem ruandischen Völkermord im Jahre 1994, bei dem die UN-Truppe dazu verdammt war, zuzuschauen, wie innerhalb kürzester Zeit mehr als 800.000 Menschen getötet wurden.
Wenn ich die Bücher geschafft habe, werde ich dazu jeweils eine Kritik verfassen. Andere Empfehlungen, die ich mir bisher nicht gekauft habe, die aber recht interessant zu sein scheinen:
- Moxyland
- Die stille Gewalt der Träume
- Slow Man
- Summertime
- Deutschboden
- When the Killing’s done
- Wieder ein Tag Leben







