18 Jun 2011

Gib Gummi

(Kategorie: Videobeiträge)

Wenn ich das nötige Kleingeld hätte und vor allem fotografieren und filmen könnte, dann würde ich mir ja u.a. die EOS 5D Mark II zulegen. Warum, das zeigt zum Beispiel ein kurzer Beitrag des Kameramanns Christian Parkinson.

In Johannesburg hat er sich mit der Gauteng Spinning Association getroffen und ein schickes Porträt über die ollen Umweltsünder erstellt. Jetzt will ich auch noch ein Auto, mit dem man driften kann.

© Christian Parkinson, caparkinson.com

Parkinson hat auf seiner Webseite noch mehr gute Filmbeiträge. Man kann ihm auch auf Twitter folgen (@caparkinson), wo er oft gute Links zu Beiträgen anderer Journalisten postet.

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15 Jun 2011

Africa for Dummies

(Kategorie: Textbeiträge)
Idee: Michael Kirkpatrick/Independent Global Citizen

Eigentlich wollte ich zu dem Cover nichts weiter schreiben als: Ja, bitte! Das brauchen wir! Unbedingt!

Mehr braucht es eigentlich nicht, weil ich schon öfter auf die schwierige Wahrnehmung Afrikas hingewiesen habe; wir erinnern uns: Afrika ist der K-Kontinent, geprägt von Kriegen, Krisen, Korruption… Alles schon gehört. Kennt man ja.

Aber dann doch noch ein paar Worte. Das eigentlich als Blödelei gedachte Cover stammt von Michael Kirkpatrick, der als Independent Global Citizen schreibt und sich ebenfalls Gedanken über die sehr einseitige Afrikaberichterstattung macht:

Americans would be offended if the world defined America through sensational murders, natural disasters, misguided political leaders, and epidemics. That’s exactly what we do to other parts of the world. (via Africa is not a country)

Recht hat er. Doch was für die Amerikaner gilt, ist für die Deutschen nicht verkehrt. Man denke nur mal an den Aufschrei vor der Fußball-WM 2006, als die afrikanische Gemeinde in Berlin plante, eine Karte mit No-Go-Areas zu veröffentlichen, um Ausländer besser vor Naziübergriffen zu schützen. Unwahr sei das. Stigmatisierend noch dazu. Insbesondere Brandenburg (Wer denkt auch gerade an Reinald Grebe?) hatte damals sein Fett abbekommen, als Uwe-Karsten Heye eindringlich davor warnte, bestimmte Gegenden zu besuchen, wenn man nicht weiß ist.

Und was passierte vor über einem Jahr? Genau dasselbe, nur einen Zacken schärfer. Während im ersten Fall immerhin noch eine Interessengruppe von sich reden machte, die selbst vor Ort agiert, also die Lage recht gut kennen sollte, erdreistete sich jeder dahergelaufene Depp Journalist, vor der großen afrikanischen Gefahr zu warnen. Die Pappnasen haben sich gar nicht mehr eingekriegt, wenn mal wieder was passiert ist.

Da wurde allen Ernstes der Angriff auf eine Fußballmannschaft auf angolanischem Boden mit der südafrikanischen Sicherheitsdebatte verknüpft. Ebenso die Massenpanik bei einem WM-Qualifikationsspiel an der Elfenbeinküste. Äh ja, ebenso könnte man vor einem Besuch in Deutschland warnen, wenn in Großbritannien wieder eine Bombe explodiert, oder die Jugendlichen in den französischen Vororten mal wieder den Aufstand proben. Bescheuert.

Doch was passierte während der WM? Genau. Nichts. Jedenfalls nichts dramatisches. In ihrer Not schrieben Journalisten darüber, wie sie selbst überfallen, ausgeraubt oder bestohlen wurden. Diese verdammten Touristen wollten sich einfach nicht um ihre Habe erleichtern lassen.1

Um nicht ständig in dieselben dämlichen Interpretationsmuster zu verfallen, braucht es Wissen und Verständnis für fremde Kulturen. Das kriegt man natürlich nicht, wenn man in seinem eigenen Saft brät. Verständnis als Journalist könnte man ja schon erlangen, wenn man mal gezwungen würde, sich mit dem Scheiß auseinanderzusetzen, den man so verzapft.2 Einem ordinären Medienkonsumenten würde es vielleicht schon helfen, mal mehr als nur die Pflichtnachrichten zu schauen.

Kirkpatrick hatte seine Sicht der Dinge nach eigenen Angaben übrigens durch einen malawischen Brieffreund erhalten, der ihm schrieb, nachdem er dessen Dienstausweis in einem Hemd fand, das Kirkpatrick der Heilsarmee gespendet hatte. Die Brieffreundschaft hielt immerhin zwei Jahre und Kirkpatricks Interesse an Afrika war geweckt.

Obwohl das Cover nur eine Blödelei war, würde sich Kirkpatrick schon freuen, wenn ein solches Buch mal Realität würde. Vielleicht wäre es ja ein Impuls für Nichtafrikaner, mal umzudenken.

Ein frommer Wunsch.

  1. Angeblich soll die Kriminalitätsstatistik wegen der Fußball-WM verzögert herausgegeben worden sein, wodurch Journalisten natürlich weniger Fälle hätten, worüber sie berichten könnten. Allerdings habe ich zu diesem Vorwurf nichts gefunden.
  2. Z.B. In Redaktionssitzungen *hust*
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In Südafrika, das stark auf Tourismus setzt, kann man so viel wunderbaren Kitsch kaufen, dass einem ganz warm ums Herz wird. Ein Tourist will ja schließlich Beweisstücke, dass er wirklich in Afrika war. Wenn ich die nötige Kohle und ausreichend viel Platz hätte, besäße ich einen Elefanten.

cc-by-nc-sa: Paul Gilowey/Cape Town Daily Photo

Würde in meinem Garten stehen, wenn ich viel Platz und Geld hätte: ein metallener Elefant

Ist das nicht ein schicker Elefant? In Südafrika habe ich, insbesondere während meiner Urlaubszeit in Durban und Kapstadt, ganz viele Kunststücke gesehen, die einfach super anzusehen waren. Klar, viele Gegenstände waren eher einfache Kunststückchen und sahen nach Massenware aus. Gerade Kapstadt lebt stark vom Tourismus und die meisten Urlauber dürften wohl nicht erkennen, was echte afrikanische Kunst ist. Oder sie wollen einfach nur ein kleines Andenken, dass nicht nur in die Tasche passt, sondern auch nicht gleich die strikten Vorgaben für das Fluggepäck sprengt.

Ich habe aber auch viele Stücke gesehen, die einfach nur atemberaubend toll und sehr aufwendig gestaltet waren. Stücke, deren Herstellung sehr viel mehr Zeit verschlungen haben muss als all jene der klitzekleinen Souvenirs, die man im Vorbeigehen erstehen kann. Stücke wie dieser supertolle Elefant. Paul von Cape Town Daily Photo fasst die Gedanken dazu gut zusammen:

Imagine how long it must have taken to build this elephant. Imagine all the effort that it took to cut and then weld the bits and pieces together… imagine how long it took to shine this enormous metal proboscidea.

Darüber hinaus frage ich mich, was so ein Ding wohl kostet. Eine ungefähre Ahnung bekommt man, wenn man sich mal die Rubrik Metallskulpturen auf der Webseite des African Trading Ports anschaut, vor dem der Elefant steht. Ein Radfahrer aus Metall und Drähten für rund 3000 Euro? Das ist nicht ohne.

So toll ich die Waren im African Trading Port, der nach eigener Aussage die verschiedenen Künste Afrikas unter ein Dach bringen will, auch finde, habe ich mich damals geweigert, irgendwas in dem Markt zu kaufen. Grund war eine blöde Verkäuferin, die mir die ganze Zeit hinterhergelaufen ist, als sei ich ein lumpiger Ladendieb. Weil mir das auf den Sack ging, entschied ich mich letzten Endes dafür, mein sauer Erklautes in einem anderen Craft Market auszugeben.

Zugeschlagen hatte ich dann im Waterfront Craft Market. Auch wenn der riesige Markt gar nicht so heimelig wirkte wie der African Trading Port, waren die Standbetreiber dort viel angenehmer — und geduldiger. Tapfer ertrugen die Verkäufer mein unentschlossenes Wesen. Es galt ja die Frage zu beantworten: Was soll ich nur kaufen?

Weil ich als Student natürlich auch aufs Geld achten muss und noch dazu gleich viel weniger Lust auf Diskussionen am Check In hatte, sind es bei mir dann auch eher kleinere, für Touris wohl typischere Souvenirs geworden. Zum einen ein kitschiges, aber TOTAL cooles Hüttchen aus Ton, auf dessen Dach man Duftöl verteilen kann, sodass es bei mir jetzt immer schön nach Sandelholz duftet, wenn’s Hüttchen qualmt.

Zum anderen habe ich mich für zwei — nennen wir es mal so — Gemälde von Sean Caulfield entschieden, die wie die Felsenmalereien der San aufgemacht sind. Toll an denen ist, dass die «Leinwände», auf denen die Gemälde und Skulpturen aufgebracht sind, mittels Fieberglas Felswänden nachempfunden wurden. Das sieht wirklich ein bisschen so aus, als hätte man ein eingerahmtes Stück Fels in der Hand — das federleicht ist.

Das Einkaufsgefühl in dem Markt war übrigens ein ganz anderes als auf den Flohmärkten, auf denen ich sonst war. Während die Flohmärkte so «afrikanisch» wirkten, wo man feilscht, bis gar nichts mehr geht, wäre mir das in dem Craft Market gar nicht eingefallen. Ich habe mich nicht mal getraut nach einem Preisnachlass für die zwei Bilder zu fragen. Glücklich bin ich trotzdem.

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8 Jun 2011

Rumlungern in Südafrika

(Kategorie: Fotobeiträge)
© Cécile Zahorka/KullaGulla

Eine faule Löwin irgendwo in Südafrika. Da wäre ich jetzt auch gern.

Die olle Cécile treibt sich mal wieder in Südafrika rum und macht wie immer tolle Fotos. Nur auf die obercoolen Erdmännchen lässt sie mich wieder warten.

Ein paar ältere Fotos gibt es derweil in ihrer Südafrika-Galerie, die — warum auch immer — unter Diverses versteckt ist.

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28 May 2011

Music Break

(Kategorie: Videobeiträge)

Irgendwann mal werde ich meinen vor Ewigkeiten angefangenen Artikel über Johnny Clegg beenden.

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