OMG! Mein erstes Mal warmes Meer. Es war soooooooooooooo schön und … warm. Kristin und ich wollten ja u.a. nach Durban, das am Indischen Ozean liegt. Aber mein Vermieter empfahl uns, nicht in Durban, sondern lieber im Cutty Sark in Scottburgh zu übernachten. Das war eine sehr gute Idee.
Scottburgh ist ein klitzekleines Örtchen, ca. 60km südlich von Durban direkt am Strand gelegen. Von hier aus sind wir einmal nach Durban (mein Gott, ist die Stadt hässlich) und einmal in die entgegengesetzte Richtung, zum Oribi-Gorge-Park, gefahren. Aber — chronologisch durcheinander — der Reihe nach.
Am Strand waren wir am letzten Tag unseres Aufenthaltes. An der südafrikanischen Mentalität mag ich, dass es zwar Regeln, aber dafür auch Ausnahmen gibt. Das kann einem zwar auch sehr ungelegen kommen, aber in unserem Fall war es prima. Eigentlich ist Check-Out immer 10 Uhr am Morgen. Da wir aber noch mal an den Strand und uns danach duschen wollten, hab ich gefragt, ob wir vielleicht später auschecken dürften. Es war absolut kein Problem. So konnten wir bis 14 Uhr bleiben. In Deutschland stell ich mir das nicht so entspannt vor.
Der Strand war einfach traumhaft. In dem Hotel schienen fast nur Locals Urlaub zu machen, weshalb es schon relativ leer war, weil die Südafrikaner meistens nur bis Anfang/Mitte Januar Urlaub machen. Aber obwohl doch noch einige da waren, gab es kaum Leute an unserem Strandabschnitt (Haie?
). Zwischenzeitlich war das quasi unser Privatstrand. Weicher Sand, warme Brise, tolles Wasser. Was will man Meer? *g*
Seit dem Urlaub weiß ich übrigens, dass man eine dezente, kaum zu erahnende Bräune auch über den Umweg über Knallrot bekommen kann. Aber jeder, wie er es verdient: Ich war auch nur ein paar Stunden am Strand und bin nahtlos braun geworden. Haha!
Da mir unter Androhung von Gewalt verboten worden ist, hässliche Fotos hochzuladen (mal davon abgesehen, dass ich gar keine hässlichen Fotos habe und unabhängig davon hinterhältigerweise Fotos gelöscht worden sind — auch noch tolle!!), und mir vermutlich auch nie erlaubt werden würde, echte, die Wahrheit nicht verfälschende Fotos von knackig roten Personen hochzuladen, bin ich gezwungen, symbolisch darzustellen, was passiert ist:
Aus Solidarität habe ich sogar meinen allerersten Sonnenbrand bekommen. Es hat ein bisschen an den Schultern gezwackt.
Am ersten Tag sind wir nach Durban zur uShaka Marine World gefahren. Der Komplex besteht aus einem Aquarium und einem Wasserpark. Wir hatten uns nur für das Aquarium entschieden, weil wir sowieso noch recht fertig von der Fahrt waren. Baden konnten wir dann ja am Strand. Über das Aquarium braucht man nicht viel zu schreiben; es ist halt, wie Aquarien nun mal so sind, voller Fische und anderem Getier. Guckt euch die Fotos an.
In der entgegengesetzten Richtung liegt der Oribi-Gorge-Park. Weil wir während des Urlaubs sowieso schon ganz schön viele Tiere gesehen hatten, dachten wir uns, dass wir doch mal wandern könnten. Hierzu stelle ich fest:
- Scheiße, anstrengend!
- Spinnen und Tausendfüßer (sogar zerhackte) noch und nöcher!
- Wow, die Aussicht ist wunderbar!
Zu dem Park möchte ich auch nicht all zu viel schreiben. Auch hier gibt es schöne Bilder anzuschauen. Es lohnt sich. Auf jeden Fall sieht man sehr gut, wie hoch wir geklettert sind. Oben gibt es übrigens viele, viele Ameisen, die gern an nur mit Sandalen bestückten Füßen knabbern. *feix*
Auf dem Weg zurück haben wir Halt in Port Shepstone gemacht, um noch was zu essen. Mir fiel schon auf dem Weg zum Park auf, dass Kristin die einzige weiße Person war. Das kam mir komisch vor. Und vielen Leuten, die gegafft haben, wohl auch. Insb. weil sie gefahren ist. Normalerweise kutschiert ja der Schwarze den Weißen durch die Gegend. Ausnahme: Der Schwarze sitzt hinten auf der Ladefläche.
Gelandet sind wir übrigens — wie sollte es anders sein? — bei Nando’s. Der indischstämmige Manager war wohl ziemlich überrascht, dass wir uns in einer fremden Sprache unterhielten, und wohl auch, dass das auch noch ein Schwarzer und eine Weiße taten. Er war dann ziemlich an uns interessiert und wir haben ein wenig geplaudert. Er konnte gar nicht glauben, dass es bei uns in Deutschland kein Nando’s gibt. Ich mittlerweile übrigens auch nicht…
Drei Tage später war dann leider schon wieder alles vorbei. Wir mussten zurück, weil ich erstens noch bei den Idioten von Home Affairs vorbeischauen musste und wir zweitens noch ein paar Tage in Kapstadt verbringen wollten. Auf dem Rückweg sind wir in ein ganz, ganz übles Gewitter gekommen, das man mit Fug und Recht als richtiges südafrikanisches Gewitter bezeichnen kann: Zwischendurch konnte man kaum weiter als 20m sehen, weshalb wir den Warnblinker angemacht haben, um nicht angefahren zu werden. Und dann schlug auch noch ein Blitz neben uns ein.



20. Februar 2010, 22:51 Uhr
betrifft Durban: ohhh Meer, ich liebe Meer!
betrifft Marine World: Iiihhhh Quallen, ich HASSE Quallen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Die sind viel, viel schlimmer als Spinnen. Ungefähr genauso schlimm wie Kakerlaken… Bäh…
25. Februar 2010, 15:19 Uhr
Scottburgh: neidisch!
Oribi Gorge: noch neidischer!
marine world: der olle Dampfer ist Teil des Ganzen? Ach ja. Waren heute mal im L.Zoo :-(. CY
25. Februar 2010, 18:09 Uhr
Leipziger Zoo??? Klingt wie die Sparversion von Naturparks. Hahahaha!
Und ja, Oribi Gorge war wirklich schön.
Am liebsten möchte ich gleich noch mal hin. Aber heute in drei Wochen steig ich ja schon in den Flieger nach Deutschland.