Linktipps
Auf dieser Seite sammle ich Links zu aktuellen und älteren empfehlenswerten Beiträgen.
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(Zeit, Fotos von Elena Koktanek)
«Acht Fotografen aus Südafrika, Algerien, Madagaskar und Deutschland haben sich in Südafrika dem Thema Vielfalt angenommen. In Johannesburg suchten sie auf Märkten, auf der Straße und in Armenviertel nach Motiven. Die Berliner Fotografin Elena Koktanek erkundete mit zwei südafrikanischen Kollegen den Armenstadtteil Fietas.»
(Das Parlament, Dagmar Wittek)
In einem Interview berichtet der südafrikanische Karikaturist Zapiro über seine Rolle als Satiriker im demokratischen Prozess Südafrikas und die Auseinandersetzung mit dem Präsidenten. «Ich finde es besorgniserregend, dass der Präsident es für nötig hält, diverse Journalisten zu verklagen, dass es beim öffentlich-rechtlichen Sender SABC eine Zensur vor Veröffentlichungen gibt und dass der ANC darüber nachdenkt, ein Mediengericht aufzubauen.»
(Zeit, Bartholomäus Grill)
«Besonders verhasst sind Blatter und seine Junta bei den Hawkers, den fliegenden Händlern, die die Schlachtenbummler mit Speis und Trank und Fanartikeln versorgen, seit am Kap Fußball gespielt wird. Die Fifa schützt ihre milliardenschweren Sponsoren, deshalb darf außer ihnen niemand die Symbole, Slogans und Logos des Weltcups verwenden. Selbst das WM-Jahr ist tabu.»
(Taz, Martina Schwikowski)
«Vor der Fußball-WM verjagen private Sicherheitsangestellte illegale afrikanische Flüchtlinge in Johannesburg. Deren Behausungen sind im Griff von Gangstern.»
(SWR3-Auslandsreporter, Richard Klug)
«Wenige Wochen vor dem Anpfiff zur ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Boden gehen die Menschen in Südafrika auf die Barrikaden. Sie protestieren gegen unfähige und faule Kommunalbeamte. Vor allem in den Townships, jenen allgegenwärtigen Elendsvierteln der Regenbogennation, funktioniert oft nichts. Kein Wasser, kein Strom, keine Müllabfuhr.»
(Coffee and TV, Lukas Heinser)
«Als ich hörte, dass ‹Wavin’ Flag› die Hymne der Fußball-WM werden soll, dachte ich: ‹Geil. Endlich mal nicht so ein aufgedrückter Mist wie Anastacia›. Nun ja: ‹Wavin’ Flag› ist der Werbesong eines Limonadenherstellers, der weder mit Afrika noch mit Fußball sonderlich viel am Hut hat. Aus dem Text wurden die allermeisten Verweise auf Armut, Hunger und Krieg getilgt, jetzt wird nur noch lustig gefeiert.»
(Zeit, Bartholomäus Grill)
«Wenn im Jahre 1992 ein afrikanischer Korrespondent vor dem Besuch der Fußballeuropameisterschaft in Schweden gewarnt hätte, weil auf dem Balkan ein Krieg tobte, hätte man ihn ausgelacht. In den Berichten über Afrika sind solche aberwitzigen Kontinentalsprünge ganz normal, gerne wird auch der gesamte Erdteil zu einer einzigen wabernden Krisen- und Konfliktmasse verschmolzen.»
(Taz, Martina Schwikowsk)
Die Autorin befasst sich mit der Sicherheit für WM-Touristen und greift die aktuelle Mediendebatte um die Frage auf, inwieweit es für Medien zulässig ist, ihre Quellen zu schützen. eTV, Südafrikas einziger Free-TV-Sender, hatte zwei Kriminelle interviewt, die nach eigenem Bekunden während der WM Touristen überfallen wollen. «eTV hat Verrat geübt. Ein Freund eines Kriminellen ist kriminell», tönt indes der Polizeichef.
(Taz, Dominic Johnson)
Dominic Johnson befasst sich in einem Kommentar mit der Rolle der Fußball-WM für Afrika und kritisiert das proklamierte «Ein-Afrika-Gefühl». «Es geht natürlich nicht um Sport. Es geht um politische Identität in einer Zeit, in der die historische Erinnerung allmählich erlöscht. Heute regiert in Afrika kein einziger Anführer einer antikolonialen Befreiungsbewegung mehr — mit Ausnahme von Robert Mugabe in Simbabwe.»
(Zeit, Bartholomäus Grill)
«Die erste Fußball-WM auf afrikanischen Fußboden steht vor der Tür und es gibt noch viel zu tun. In drei Jahren soll die Fußball-WM in Südafrika stattfinden. Die Vorbereitungen lösen heftige Konflikte zwischen Schwarzen und Weißen aus.»
(Taz, Andreas Rüttenauer)
Die Fifa hat alles im Würgegriff. So gibt es z.B. rund um die Stadien Bannmeilen, in denen Händler keine Devotionalien anbieten dürfen, sofern sie keine Lizenz bei der Fifa erworben haben. Vielleicht protestieren die Händler, die ihren Unterhalt im informellen Gewerbe erzielen, dagegen mit Straßenblockaden. Der Fifa wäre es zu wünschen.
(blaetter.de, Geraldine de Bastion)
Zwar verfügen nur wenige Menschen in Afrika über Internet, aber die, die es verwenden können, tun dies kreativ.
(kas.de, Frank Windeck)
Die These ist zwar gewagt, aber der Artikel fasst wichtige Informationen zur Internet- und Mobilfunknutzung zusammen. Gegenwärtiges Vorzeigeprojekt: das Glasfaserkabel der Firma Seacom, das die Internetgeschwindigkeit erhöhen und die Preise senken soll. Verknüpft werden das südliche und Ostafrika mit Europa und Südasien.