Linktipps

Auf dieser Seite sammle ich Links zu aktuellen und älteren empfehlenswerten Beiträgen.

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Migration
(paolopatrizi.com, Paolo Patrizi)

Eine Bilderserie des italienischen Fotografen Paolo Patrizi über afrikanische Frauen, die ihr Glück in der Ferne suchen und als Prostituierte in Italien landen: For nearly twenty years the women of Benin City, a town in the state of Edo in the south-central part of Nigeria, have been going to Italy to work in the sex trade and every year successful ones have been recruiting younger girls to follow them.


Talking point – Twitter pressure spurs Virgin into action
(City Press)

Nachdem der Betreiber eines südafrikanischen Fitnessstudios nach einem rassistischen Übergriff den Täter lediglich letztmalig verwarnte, regte sich auf Twitter und Facebook Widerstand gegen die als zu lax empfundene Entscheidung. Nun befasst sich das Studio erneut mit dem Fall.


Keine Angst: Wir sprechen Deutsch!
(Publikative.org, Sheila Mysorekar)

Sheila Mysorekar spricht über ihre Erfahrungen als Journalistin mit Migrationshintergrund: Als ich als ganz junge Journalistin bei einer Politikredaktion anfing und meine Texte abgab, geschah es oft, dass ich für meine gute Orthographie gelobt wurde. Es war mir ein Rätsel, bis mir aufging, dass niemand dort erwartet hatte, dass ich korrektes Deutsch schreiben könne. Denn die anderen Leute im Sender, die so aussahen wie ich, die haben dort geputzt. (via Bildblog)


SA’s AU dance: Optimistic or inappropriate?
(M&G, Verashni Pillay)

Obwohl sich Südafrikas Kandidat bei der Wahl zum Vorsitzenden der Afrikanischen Union nicht durchsetzen konnte, tanzten die Delegierten des Landes. Grund: Auch der gabunische Rivale verlor die Kandidatur.


Senegal’s president can run for third term, court rules
(The Guardian)

Das Verfassungsgericht des Senegal hat entschieden, dass der amtierende Präsident Abdoulaye Wade für eine dritte Amtszeit kandidieren darf, obwohl die Verfassung nur zwei vorsieht. Weil der entsprechende Passus erst ein Jahr nach Wades Antritt geändert wurde, soll die erste Amtszeit nicht mitgezählt werden.


Die digitale Kluft wird immer kleiner
(Taz, Daniel Erk)

Laut Studie einer Kommunikationsberatung fasst Twitter zunehmend Fuß in Afrika. Besonders hoch ist der Anteil der über Mobiltelefone versendeten Tweets. Allerdings dürften die Nutzer eher in den urbanen Gegenden wohnen und aus gut situierten Familien stammen.


Postbank loses R42m to cybercrime syndicate
(News24)

Anfang des Jahres verliert die südafrikanische Postbank bei einem digitalen Bankraub rund 4,2 Mio Euro. Dabei sollen die Verdächtigen kurz vor Jahresende landesweit verschiedene Konten eröffnet und zwischen Weihnachten und Neujahr über einen Angestellten-Computer Geld von anderen Konten transferiert haben. Nach Aussage der Postbank sind keine Kunden betroffen.


Covering African elections: a crib sheet
(jinamoore.com, Jina Moore)

Die Journalistin Jina Moore bietet eine Blaupause für Journalisten an, mit der die stereotype Berichterstattung über Wahlen in Afrika einfacher von der Hand gehen soll: The _______ [major INGO] cited serious irregularities, including the loss of _______ (electoral documents) in _______ (city/town/village), a _______ stronghold.


The other Africa
(African Lens, Philippe Sibelly)

Das Fotoprojekt The other Africa zeichnet ein Bild von Afrika, dass in den Medien unterrepräsentiert ist. Im Fokus der Aufnahmen stehen hauptsächlich Portraits afrikanischer Arbeiter der aufstrebenden Mittelklasse, nächtliche Stadtbilder und Portraits von Radiomoderatoren.


Hotel Rwanda – without the Hollywood ending
(The Guardian, Linda Melvern)

Paul Rusesabagina erhält den Menschenrechtspreis der Lantos-Stiftung, weil er 1994 unzählige Menschen vor dem ruandischen Genozid bewahrt hat. Seine Rolle soll aber bei weitem nicht so glorreich sein, wie es bisher hieß. Befürworter Rusesabaginas sehen eine Schmierenkampagne des ruandischen Präsidenten Paul Kagame.


Gastarbeiter und Döner-Morde
(Das Nuf Advanced, Patricia Cammarata)

Das Nuf beschwert sich ein bisschen ungeschickt über die unschöne Bezeichnung einer Mordserie als Döner-Morde und befindet: Sprache beeinflusst das Denken und umgekehrt, das ist nicht erst seit George Orwell bekannt. Ich fände es schön, wenn man sich das von Zeit zu Zeit mal bewusst macht und auch einzelne Formulierungen prüft (via Bildblog).


Deutschland bezahlt ausländische Beamte für Hilfe bei Abschiebungen
(SZ, Ronen Steinke)

Weil niemand ohne gültige Ausweispapiere abgeschoben werden dürfe, sollen ausländische Beamte bestätigen, dass ihnen in Deutschland vorgeführte Asylbewerber aus ihrem Land kommen. Für jede Person, der sie einen Pass ausstellen, erhalten sie eine üppige Prämie.


Deutsche Welle: Den Zensor freut’s
(Zeit, Bartholomäus Grill)

Nach fast 60 Jahren stellt die Deutsche Welle ihr Radioprogramm ein. Stattdessen will der Sender auf ein multimediales Onlineangebot setzen.


Minenarbeiter in Südafrika: Tückischer Goldstaub
(FAZ, Claudia Bröll)

In Südafrika bereiten Anwälte eine Sammelklage gegen namenhafte Goldproduzenten vor. Über Jahrzehnte taten die Firmen nichts zum Schutz ihrer Minenarbeiter, die häufig an Staublunge erkrankten.


Julius Malema: Ein Demagoge spaltet Südafrika
(FAZ, Thomas Scheen)

Jugendliga-Chef Julius Malema organisiert einen Marsch zur Johannesburger Börse um deutlich zu machen, dass ihm die weiße Vormachtsstellung in der Wirtschaft nicht behagt. Derweil versucht sich der ANC in Schadensbegrenzung.