25 May 2010

It’s Ayoba time!

(Kategorie: Textbeiträge, Videobeiträge)

Ich mache mir immer noch nicht viel aus Fußball.1 Aber die WM in Südafrika hätte ich doch schon gern vor Ort erlebt. Ich habe ja gelegentlich durchblicken lassen, dass Südafrikaner wissen, wie man feiert und entspannt. Bei der WM wird das nicht anders sein.

Ich kann mir vorstellen, dass die Weltmeisterschaft in Südafrika noch mal mehr Spaß macht als die WM 2006 in Deutschland.2 Blöd nur, dass ich die erste WM auf afrikanischem Boden nur in Deutschland verfolgen kann. Hoffentlich spielt wenigstens das Wetter mit. Dann bin ich sicher wieder auf irgendeinem Public-Viewing-Platz zu finden.

Passend zur WM habe ich hier ein paar Werbespots, die mir sehr gut gefallen und bei denen ich gedanklich sofort wieder in Südafrika bin. Zuerst einen schönen Gänsehaut-Spot, der für Südafrika und die WM wirbt:

«The beautiful game meets our beautiful country»

Immer, wenn ich Vuvuzelas höre, muss ich schlagartig an Südafrika denken. Woran das wohl liegt?

MTN-Werbespot — «It’s Ayoba time!»

Folgenden Spot habe ich sicher schon zehn Mal gesehen. Tränen habe ich aber immer noch in den Augen.

MTN-Werbespot — «We can’t wait»

Wer’s akkustisch oder sprachlich nicht versteht: Der Vater bringt dem Sohn ein Fan-Lied bei, in dem sich die Briten dafür feiern, dass sie zwei Weltkriege und eine Weltmeisterschaft gewonnen haben. Vor dem Fahrstuhl stehend versichert er dem Kind, dass sie sie, also uns, hinwegfegen würden. Im Fahrstuhl kommt Sohnemann nur bis «Two World Wars…»

Ayoba ist übrigens zurzeit ein Trendwort in Südafrika. Zu Beginn meines Afrikaaufenthaltes hatte ich es noch gar nicht gehört. Ungefähr Ende Dezember fiel mir Ayoba als Teil der MTN-Werbekampagne verstärkt auf. Ayoba kann im Grunde alles heißen, solange es nur positiv ist. Ist irgendwas doof, dann gilt: That’s not Ayoba. Bei Twitter hat sich eine beschwert: «Power cuts on a Friday evening – that is so not Ayoba». Da hat die Gute aber recht. Stromausfälle an einem Freitagabend sind wirklich alles andere als Ayoba.

Hoffentlich vermasselt der südafrikanische Stromanbieter Eskom, der laut Eigenaussage 95 Prozent des südafrikanischen und sogar 45 Prozent des afrikanischen Stromverbrauchs abdeckt, nicht die Versorgung während der WM. Die Südafrikaner würden vermutlich ihre Ayobaness über Bord werfen. Hoffen wir einfach das Beste.

Say Ayoba!

  1. Darf ich das eigtl. so freimütig zugeben? So als Deutscher? Als Schwarzer? Kauft mir das überhaupt jemand ab?
  2. Darf ich das jetzt sagen? So als Deutscher?
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2 Antworten zu „It’s Ayoba time!“

  1. Katharina sagt dazu:

    zu fn1: darfste
    zu fn2: darfste nich :-)

  2. Ali (Afrika-Blog) sagt dazu:

    Du hast auch gesagt, ich dürfe nicht nach JNB gehen. Ich hab es trotzdem gemacht. Hahaha! xD Bist du eigtl. schon in Sierra Leone?

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