Im Leben gibt es Situationen, in denen man echt humorvoll sein muss. Ich z.B. bin froh, dass ich ‘ne gehörige Portion Humor abbekommen habe, ansonsten würde ich wohl meinen Autovermieter und meine holländischen Nachbarn, die übrigens gerade die Inneneinrichtung demolieren (nur die Holländer, nicht mein Vermieter), erschlagen.
Humorvoll sind wohl auch die Redakteure der südafrikanischen Zeitung «Mail & Guardian», die vermutlich ziemlich oft ziemlich bescheuerte Anfragen bekommen.*
Bei den Kontaktdetails des Unternehmens finden sich verschiedene Kontakszenarien (Case Studies?), mit denen die richtigen Kontaktinformationen an den Mann gebracht werden sollen. Klickt man zum Beispiel auf «Ich möchte gern für Sie schreiben», erhält man alle wichtigen Informationen, die für eine Autorentätigkeit gebraucht werden. Und wie steht’s um idiotische Fragen? Hier zwei exemplarische Fälle:
- Ich möchte gern Verbindung mit Herrn Sowieso aus Johannesburg/Nigeria aufnehmen. Kennen Sie den?
- Ich arbeite an einem Schulprojekt und wünsche von Ihnen Informationen über Afrika. (Haha, der Klassiker unter dummen Anfragen. Immer schön konkret werden).
Scrollt man weiter runter, gibt’s die Antwort unter dem Stichpunkt «Idiotische Anfragen».
«Afrika ist ein riesiger Kontinent mit mehr als fünfzig Ländern und einer halben Milliarde Menschen.** Weder kennen wir, die Menschen auf diesem riesigen Kontinent, uns alle untereinander noch haben die Mitarbeiter dieser südafrikanischen Zeitung die Kapazität, wirklich jedes Detail eines jeden Landes zu wissen, wir bieten keine Unterkünfte an und arbeiten auch nicht als Reiseagentur. Bitte beschränken Sie sich in Ihren Anfragen so weit wie möglich auf den aktuellen Inhalt der Zeitung.»
Zu der Antwort kommt man übrigens auch, indem man auf die Fragen klickt. Eigtl. sollte die Ansicht automatisch zu der Antwort springen, die durch einen internen Link namens «#idiots» gekennzeichnet ist. Lustigerweise gelangt man aber auf die Startseite der Zeitung zurück, auf der zurzeit ein Foto von Julius Malema zu sehen ist. Fehler? Botschaft?
* Was woll übrigens der Grund sein könnte, dass ich da seit Stunden niemanden erreiche.
** Die Antwort steht da wohl schon eine Weile. Momentan sind es so wohl um die eine Mrd. (Stand: 2009).



Hinterlasse eine Nachricht