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	<title>Alis Afrika-Blog</title>
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	<description>Sehnsucht nach Sonne, Braai und Meer</description>
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		<title>Lebenszeichen</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 11:38:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fotobeiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich schaffe es gerade nicht, groß was zu posten, weil ich relativ viel zu tun habe; u.a. betreue ich ein paar ausländische Studenten, was ein bisschen wie ein 24/7-Job ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schaffe es gerade nicht, groß was zu posten, weil ich relativ viel zu tun habe; u.a. betreue ich ein paar ausländische Studenten, was ein bisschen wie ein 24/7-Job ist. Wir waren u.a. auf dem Völkerschlachtdenkmal. Natürlich zu Fuß.</p>
<p><img src="http://afrika.himpenmacher.de/wp-content/gallery/einzelfotos/voelki-26.jpg" alt="Völkerschlachtdenkmal" title="" /></p>
<p>Ich habe aber einige Beiträge auf Halde, z.B. einen Beitrag über die unerträgliche Kinderbuch-Debatte, die mir schon lange auf den Nägeln brennt, aber ziemlich belastend ist. Ich denke, in der nächste Woche sollte ich mal Zeit und Nerven finden, wieder was zu veröffentlichen.</p>
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		<title>Fuck you, fuck your stories</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Dec 2012 14:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hielt das ja zuerst für einen blöden Witz, als in meiner Twitter-Timeline eine SMS auftauchte, in der sich jemand über ein Dankeschön seines Finanzamtes aufregte. Aber tatsächlich: Das südafrikanische Finanzamt bedankt sich für Steuerzahlungen. Das bestätigte mir ein südafrikanischer Bekannter und Steuerzahler, der sogleich erstaunt fragte, wie denn deutsche Finanzämter dies handhabten. Nun ja, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hielt das ja zuerst für einen blöden Witz, als in meiner Twitter-Timeline eine SMS auftauchte, in der sich jemand über ein Dankeschön seines Finanzamtes aufregte.</p>
<p style="text-align: left;">
<a href="http://afrika.himpenmacher.de/wp-content/gallery/einzelfotos/tax-contribution.jpg" title="" class="shutterset_singlepic978" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://afrika.himpenmacher.de/wp-content/gallery/cache/978__x_tax-contribution.jpg" alt="SARS tax contribution" title="SARS tax contribution" />
</a>
</p>
<p style="text-align: left;">Aber tatsächlich: Das südafrikanische Finanzamt bedankt sich für Steuerzahlungen. Das bestätigte mir ein südafrikanischer Bekannter und Steuerzahler, der sogleich erstaunt fragte, wie denn deutsche Finanzämter dies handhabten. Nun ja, bedankt hat sich bei mir noch nie jemand.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>ARD, ZDF und ich &#8230; nicht</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Nov 2012 11:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[ARD und ZDF werben für Vielfalt und können diese noch nicht mal in der eigenen Kampagne gewährleisten.  Denn zu Wort kommen nur weiße Männer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>ARD und ZDF werben für Vielfalt und können diese noch nicht mal in der eigenen Kampagne gewährleisten. Denn zu Wort kommen nur weiße Männer.</em></p>
<div class="media">
<span class="medianame"><a rel="nofollow" href="http://www.ardzdfundsie.de">ARD, ZDF und Sie</a></span><span class="mediacopy">Screenshot</span><br />
<img src="http://afrika.himpenmacher.de/wp-content/gallery/einzelfotos/kampagne-haushaltsabgabe.jpg" alt="Weiß und männlich als Norm bei ARD und ZDF" title=""></p>
<div class="bildcaption">Vielfalt nach Lesart von ARD und ZDF: lauter weiße Männer</div>
</div>
<p>Da haben sich ARD und ZDF ja was Feines ausgedacht: eine Kampagne zur Rechtfertigung der Zwangsgebühren namens Rundfunkbeitrag; sicher nicht ganz ohne Grund kurz vor dem Jahreswechsel, wenn aus der gerätebezogenen Gebühr eine Haushaltsabgabe wird.</p>
<p>Geworben wird für freie Medien, die für freie und vielfältige Meinungen stehen sollen. Dazu heißt es auf der Kampagnen-Webseite: <q><a rel="nofollow" href="http://www.ardzdfundsie.de/#ardzdf">Eine Demokratie ist nur so stark wie ihre Medien.</a> Deshalb sind umfassende Berichterstattung, relevante Informationen und <strong>vielfältige Meinungen</strong> unverzichtbar für unsere Gesellschaft. Nur so kann jeder eine eigene, fundierte Haltung entwickeln.</q></p>
<p>Haken an der Sache: Unter Vielfältigkeit verstehen ARD und ZDF offenbar nur Meinungen, die von weißen Männern geäußert werden. Die Werbung ist nicht nur sexistisch, sondern auch rassistisch. In den zur Kampagne gehörigen <a rel="nofollow" href="http://www.ardzdfundsie.de/#motive">Plakaten</a> grinsen uns vier Personen an, die Kluges über Vielfalt zu berichten wissen. Darunter ist keine Frau und auch keine Person, die nicht weiß ist.</p>
<p>Auch das <a rel="nofollow" href="http://www.ardzdfundsie.de/#quiz">Quiz</a> über Menschen, die Kluges über <q>unabhängie Medien und Meinungsfreiheit zu sagen haben</q>, reißt es nicht rum, sondern macht es nur schlimmer. Es müssen zehn Zitate den richtigen Personen zugeordnet werden. Dabei kann man zwischen 29 Männern und einer Frau bzw. 26 weißen Personen und vier nicht weißen Personen<sup class='footnote'><a href='#fn-8532-1' id='fnref-8532-1'>1</a></sup> wählen. Alle zehn Zitatgeber sind weiß und männlich.<sup class='footnote'><a href='#fn-8532-2' id='fnref-8532-2'>2</a></sup></p>
<p>Die öffentlich-rechtlichen Medien, die nach meiner (unbedeutenden?) Meinung tatsächlich für Meinungsvielfalt sorgen sollten, führen damit eine rassistische Alltagspraxis des Ignorierens von nicht als deutsch markierten Personen fort, wobei nicht deutsch gleichbedeutend mit nicht weiß ist. Bereits 2009 hatte die UN kritisiert, dass <a href="http://www.taz.de/!36928/">Migranten im öffentlichen Leben nicht ausreichend repräsentiert</a> werden.</p>
<p>Die Kampagne von ARD und ZDF leistet sich übrigens genau den gleichen Fehlgriff wie eine alte <a rel="nofollow" href="http://www.nichtraucherschutz.de/images/stories/albums/Infomaterial/lung_nr_r_300p.sized.jpg">Werbung gegen das Rauchen</a>: <q>Würden Sie auch dann noch rauchen, wenn Ihr Gesicht so schwarz wie Ihre Lunge würde?</q></p>
<p>(via <a href="http://maedchenmannschaft.net/freie-medien-fuer-freie-meinungen-weisser-maenner/">Mädchenmannschaft</a>)</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-8532-1'>Das sind: Bushido, Nelson Mandela, Barack Obama und Ranga Yogeshwar. Zwei sind Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Deutschland. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-8532-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-8532-2'>Joschka Fischer und Helmut Schmidt kommen sogar zweimal vor, nämlich in den Fragen 5 (Fischer), 7 (Schmidt) und 10 (Fischer, Schmidt). <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-8532-2'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Schwarzfahrer</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Nov 2012 14:44:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Videobeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdenfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kurzfilm über einen Schwarzen, der in der Straßenbahn von einer alten, weißen Frau belästigt wird, weil er schwarz ist, ist ein Klassiker, hat an Aktualität aber nichts verloren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Kurzfilm Schwarzfahrer über einen Schwarzen, der in der Straßenbahn von einer alten, weißen Frau belästigt wird, weil er schwarz ist, ist ein Klassiker, hat an Aktualität aber nichts verloren. Es fasst viele Vorurteile gegenüber Nichtweißen zusammen, die in Deutschland leben.</em></p>
<p>Der Film von 1992, zwei Jahre später mit einem Oscar ausgezeichnet, trifft sehr genau meine täglichen Erfahrungen in Leipzig, wo man sich tatsächlich nicht schämt, anderen Menschen ihre xenophoben Vorurteile ins Gesicht zu sagen oder, wie es die Frau in dem Video tut, über die verurteilten Menschen zu reden, sie aber an dem Gespräch nicht teilhaben zu lassen.</p>
<div class="media">
<span class="medianame"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=swJ0zhVJ8DU">Schwarzfahrer</a></span><span class="mediacopy">&copy; Pepe Danquart</span><br />
<iframe width="620" height="465" src="http://www.youtube.com/embed/swJ0zhVJ8DU?rel=0&#038;showinfo=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
</div>
<p>Ich hatte ja schon mehrfach anklingen lassen, dass die Ressentiments hier besonders stark sind, weil es so wenige Menschen gibt, die nicht weiß sind. <q>Weiß</q> gilt im Osten noch viel stärker als Norm, als es in anderen Teilen Deutschlands der Fall ist. So verwundert es nicht, dass als fremd (und gefährlich) gilt, wer nicht weiß ist. Ein weißer Ausländer (Migrant) bekommt wenigstens eine Chance, einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Als Nichtweißer bist du am Arsch. Man <a href="http://afrika.himpenmacher.de/unter-generalverdacht">sieht dich</a>, <a href="http://afrika.himpenmacher.de/ritualisierte-demuetigung">verurteilt dich</a>, <a href="http://afrika.himpenmacher.de/rassistische-tuerpolitik-300-euro-und-ein-freigetraenk">lehnt dich ab</a>.</p>
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		<item>
		<title>Interne Vorschriften eindeutig, Rassismus gibt&#8217;s nicht</title>
		<link>http://afrika.himpenmacher.de/interne-vorschriften-eindeutig-rassismus-gibts-nicht</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Nov 2012 19:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Asyl]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolizei]]></category>
		<category><![CDATA[Racial Profiling]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[schwarze Deutsche]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Chef der Bundespolizei sagt, dass es keinen Rassismus gibt, weil interne Richtlinien eindeutig seien. Dann muss es ja wohl stimmen, wenn er das sagt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erhellendes Interview im aktuellen Spiegel:<sup class='footnote'><a href='#fn-8460-1' id='fnref-8460-1'>1</a></sup> Der seit August designierte Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat nämlich gerade festgestellt: <q>Rassismus findet bei der Bundespolizei nicht statt</q>, denn die <q>Rechtslage und die internen Vorschriften sind eindeutig.</q></p>
<p>Wer schon immer mal wissen wollte, wie rassistisch begründete Herrschaftsverhältnisse aussehen, der findet in dem Interview seine Antwort. Da entscheidet ein Mitglied der weißen Mehrheitsbevölkerung, und damit von Rassismus vollkommen Unbetroffener, einfach mal so: Nö, Rassismus gibt&#8217;s hier bei uns nicht; und das obwohl das <acronym title="Oberverwaltungsgericht">OVG</acronym> Rheinland-Pfalz kurz zuvor noch verdeutlichte, dass die <a href="http://afrika.himpenmacher.de/ritualisierte-demuetigung">Kontrolle eines Schwarzen aufgrund seiner Hautfarbe durch Bundespolizisten nicht rechtens</a> war. Diskriminierungsverbot und so.<sup class='footnote'><a href='#fn-8460-2' id='fnref-8460-2'>2</a></sup></p>
<p>Ganz spannend finde ich übrigens auch, dass eben jener Herr Bundespolizeipräsident im selben Interview ganz notlos von <q>Asylmissbrauch zur Teilhabe am deutschen Sozialleistungssystem</q> spricht, weil weniger als ein Prozent der von Mazedoniern und Serben gestellten Asylanträge überhaupt anerkannt würden. Ich nehme nicht an, dass Romann sich überhaupt mal Gedanken darüber gemacht hat, was Menschen dazu veranlassen könnte, ihr Heimatland zu verlassen.</p>
<p>Es wäre natürlich geschickt gewesen, wenn die beiden Spiegel-Redakteure mal genauer nachgehakt hätten. Aber ich tippe einfach mal darauf, dass Hubert und Holger selbst weiße Privilegierte sind, die von den hier herrschenden Machtstrukturen profitieren und sich deshalb über so was keine Gedanken machen müssen.</p>
<p>(via <a href="http://mosereien.wordpress.com/2012/11/11/rassismus-bundespolizei/">Mosereien</a>)</p>
<p>Nachtrag wegen des an meine Person gerichteten <a href="http://mosereien.wordpress.com/2012/11/11/rassismus-gegen-rassismus">Vorwurfs des Rassismus</a>:</p>
<blockquote><p>Aus meinem Kommentar geht m.E. klar hervor, dass ich lediglich <strong>annehme</strong>, dass die beiden privilegierte Weiße sind, die sich keine Gedanken über die Sache machen <strong>müssen</strong>. Der Vorteil als Mitglied einer Mehrheitsgesellschaft besteht ja gerade darin, dass man seinen Status als normal ansehen kann und die Gründe hierfür nicht hinterfragen muss.</p>
<p>In meinem Kommentar steht jedoch nicht zu lesen, dass sich Weiße grundsätzlich keine Gedanken machen würden. Anders wären die infrage gestellten Machtstrukturen unserer Gesellschaft gar nicht zu ändern, wenn sich Mehrheitsdeutsche darüber keine Gedanken machten.</p>
<p>Überdies kann hier von rassistischen Vorurteilen gar nicht die Rede sein, denn der <q><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus#Rassismusdefinition_nach_Albert_Memmi">Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung</a> tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.</q> (<a href="http://mosereien.wordpress.com/2012/11/11/rassismus-gegen-rassismus/#comment-151">via</a>)</p></blockquote>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-8460-1'>Gude, Hubert/Stark, Holger (2012): Ein Stahlgewitter. <em>Der Spiegel</em>, Nr. 45/12, S. 28f. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-8460-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-8460-2'>Wahrscheinlich liegt bei der Bundespolizei ein kaum benutztes Grundgesetz rum. Günstig abzugeben. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-8460-2'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Ein Witz und doch so wahr</title>
		<link>http://afrika.himpenmacher.de/ein-witz-und-doch-so-wahr</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Nov 2012 00:43:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Johannesburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[q]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Polizei in Gauteng gab bekannt, dass sie ein Versteck ausgehoben hat, in dem sich 200 halbautomatische Waffen, 250.000 Schuss Munition, zehn Panzerabwehrraketen und vier Granatwerfer befanden. Außerdem stellten die Beamten zwei Tonnen Heroin und gefälschte Banknoten im Wert von 80 Million Rand sicher. Zudem wurden 25 Prostitutierte festgenommen.</p>
<p>Fündig wurde die Polizei in einem Wohnblock, der hinter der städtischen Bibliothek von Hillbrow liegt. Anwohner waren von dem Fund vollkommen überrascht. Ein Sprecher der Gemeinde sagte: <q>Wir sind schockiert. Wir wussten gar nicht, dass wir eine Bibliothek haben.</q></p>
<p>Ein Witz, der wahrer nicht sein könnte.</p>
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		<title>Voodoogrüße aus dem Kreuzberger Busch</title>
		<link>http://afrika.himpenmacher.de/voodoogruesse-aus-dem-kreuzberger-busch</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 20:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Afrikaner]]></category>
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		<category><![CDATA[Stereotype]]></category>

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		<description><![CDATA[Tyron Ricketts ist nicht grundlos sauer. Eine Rolle lehnt er ab, weil die zu stereotyp und rassistisch ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://www.facebook.com/tyronrickettsofficial">Tyron Ricketts, Musiker und Schauspieler</a>, lehnt eine ihm angebotene Rolle ab und begründet dies mit der stereotypen Rollenzuschreibung der Figur Alpha. Mit freundlicher Genehmigung hier der Brief, den er zurückgeschickt hat.</em></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>vielen Dank für Ihre Anfrage, aber ich bin an der Rolle des Alpha nicht interessiert. Die Gründe dafür liegen nicht alleine an dem Fakt, dass die Figur in dem offensichtlich rassistischen Umfeld Bayern als <q>Neger</q>, <q>Bimbo</q> und <q>Muhakl</q> beschimpft wird, noch daran, dass sämtlich rassistische Klischees wie <q>billigste zu bekommene Arbeitskraft</q>, aidsinfiziert, abergläubisch, Voodoo praktizierend, ängstlich, schwer von Begriff, Sexobjekt etc. aufgezählt werden.</p>
<p>Was mich an der Figur stört ist, dass der Mensch, der hinter diesem wandelnden Klischee steht, leider überhaupt nicht zu Geltung kommt. Fremdbestimmt lässt er sich bis zum Schluss vom rassistischen Bayern kommandieren, um dann, ob seiner treudoofen Art, schließlich doch noch als Schwiegersohn Widerwillen toleriert zu werden.</p>
<div class="media">
<span class="medianame"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=0vXQC2LrXtk">Afrodeutsch</a></span><span class="mediacopy">&copy; Tyron Ricketts</span><br />
<iframe width="620" height="465" src="http://www.youtube.com/embed/0vXQC2LrXtk?rel=0&#038;showinfo=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
</div>
<p>Im Gegensatz zu guten Filmen wie <q>Ziemlich beste Freunde</q>, wo beide Menschen auch als solche dargestellt werden, ist hier erneut der Schwarze in seiner Ansammlung von an die Hautfarbe geknüpften Klischees der Störfaktor, der Stein des Anstoßes und bekommt nicht die Chance, als gleichwertiger Charakter zu zeigen, dass alle Menschen im Grunde gleich sind. Diese Erzählweise ist veraltet und unserem Zeitalter unwürdig.</p>
<p>Es sind solche Bücher, wegen denen ich mich im Jahr 2012 als deutscher Schauspieler für dieses Land, in dem ich wohne, schäme und ernsthaft in Erwägung ziehe auszuwandern, um in Zukunft nicht mehr dieses erdrückende Gefühl von Trauer, Scham und Wut spüren zu müssen, wenn es wieder heißt: <q>Herr Ricketts, ein Drehbuch für Sie!</q> Als kleine Übung für Abgestumpfte in punkto Fremdenhass, Rassismus und politische Unkorrektheit bitte ich Sie darum, in einer beliebigen Seite Ihres Buches das Schimpfwort <q>Neger</q> durch das Wort <q>Jude</q> zu ersetzen. Ein kleiner Perspektivenwechsel und das Stück könnte im Handumdrehen 1933 spielen&#8230; Ist es dann immer noch so lustig?</p>
<p>Mit Ihrer Erlaubnis werde ich das Drehbuch auch an Frau Dr. Böhmer, Bundesbeauftragte für Integration im Kanzleramt, sowie an Herrn Dr. Ströhm, Leiter der Bundespresseamtes, schicken, um eine offizielle, nicht parteiische Meinung zu Ihrem Stoff einzuholen. Zugegebenermaßen bin ich mittlerweile zum Thema Klischees in deutschen Filmen etwas übersensibilisiert.</p>
<p>Ich freue mich von Ihnen zu hören und sende Ihnen&#8230;</p>
<p>Vodoogrüße aus dem Kreuzberger Busch,</p>
<p>Tyron Ricketts</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ritualisierte Demütigung</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Nov 2012 22:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Textbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolizei]]></category>
		<category><![CDATA[OVG Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Racial Profiling]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[VG Koblenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Das OVG Rheinland-Pfalz hebt eine Entscheidung der Vorinstanz auf, laut der die Kontrolle eines schwarzen Deutschen aufgrund der Hautfarbe noch als legitim angesehen wurde. Ändern dürfte sich für die Betroffenen dadurch allerdings nichts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das <acronym title="Oberverwaltungsgericht">OVG</acronym> Rheinland-Pfalz hebt eine Entscheidung der Vorinstanz auf, laut der die Kontrolle eines schwarzen Deutschen aufgrund der Hautfarbe noch als legitim angesehen wurde. Ändern dürfte sich für die Betroffenen dadurch allerdings nichts.</em></p>
<p>Die <a href="http://www.mjv.rlp.de/icc/justiz/nav/704/broker.jsp?uMen=7047a075-9880-11d4-a735-0050045687ab&#038;uCon=0998fb32-0ba3-10dc-32ae-477fe9e30b1c&#038;uTem=aaaaaaaa-aaaa-aaaa-aaaa-000000000042">Pressemitteilung des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz</a> liest sich erst mal toll: Da stellt das Gericht also fest, dass die Kontrolle eines Schwarzen nur aufgrund seiner Hautfarbe nicht rechtens, weil nicht vereinbar mit dem Grundgesetz war. Vertreter der Bundespolizei entschuldigen sich bei dem Studenten, das Urteil des <acronym title="Verwaltungsgericht">VG</acronym> Koblenz wird aufgehoben und das Verfahren in beiderseitigem Einvernehmen eingestellt. So weit, so gut.</p>
<p>Für mich als Betroffener dieses <em>Racist (!) Profiling</em> klingt dieselbe Pressemitteilung allerdings so, als könnte ich mir mit der OVG-Entscheidung den Hintern abwischen. Das Verfahren wurde ja lediglich als beendet erklärt. Ich vermag, vielleicht auch nur, weil ich juristischer Laie bin, nicht zu erkennen, dass die Entscheidung irgendeine Bindungskraft für die Polizei hätte. Entsprechend teile ich nicht die <a href="http://neu.isdonline.de/personenkontrollen-aufgrund-der-hautfarbe-vom-oberverwaltungsgericht-als-unzulassig-erklart-bundespolizei-entschuldigt-sich-bei-klager/">Euphorie der ISD</a>, die als eine Interessenvertretung schwarzer Menschen in Deutschland dem Fall natürlich besondere Beachtung schenkte.</p>
<p>Ein richtiges Urteil hätte sicher eher Ohrfeigencharakter für die Polizei und den institutionalisierten Rassismus gehabt. Ich glaube, dass Polizisten mit ihrer rassistischen Praxis einfach weiter machen werden wie bisher. Wenn sie sich doch der Entscheidung entsinnen werden, gibt es vielleicht ein paar halbherzige Begründungen, warum dieses Mal wieder ausschließlich Personen kontrolliert werden, die nicht weiß und damit unisono verdächtig sind.</p>
<p>Es spielt ja im Grunde auch keine Rolle, wo ich als Schwarzer angehalten werde. Die Bahnstrecke, die angeblich besonders gern von Illegalen genutzt wird, ist nur eine Ort, Menschen mit dunklerer Hautfarbe zu signalisieren, dass sie als Kriminelle angesehen werden. Ein Bahnhof fernab jeder Landesgrenze oder ein anderer neuralgischer Punkt, wie so was gern genannt wird, mitten in Deutschland reicht vollkommen aus, um in das Raster zu geraten. Eine Handhabe, mich an Ort und Stelle gegen die Eingriffe zu wehren, habe ich schlicht nicht. Eher müsste ich mit weiteren Konsequenzen wie etwa einer Anklage wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte rechnen, wenn ich dagegen aufbegehrte; <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/polizeikontrollen-hautfarbe-oberverwaltungsgericht-urteil">der Fall des schwarzen Studenten zeigt das ja vortrefflich.</a></p>
<p>Die Sonderbehandlung, die mir lediglich aufgrund meiner falschen Hautfarbe zuteil wird, findet in wirklich allen Lebensbereichen ihren Niederschlag und bedeutet für mich einen hohen psychischen Druck. Ich muss immer aufpassen, nicht negativ aufzufallen<sup class='footnote'><a href='#fn-8318-1' id='fnref-8318-1'>1</a></sup>, denn eines ist klar: Ich darf mich niemals so daneben benehmen wie ein weißer Deutscher, weil bei mir so was deutlich schneller und härter sanktioniert wird. Das trifft ganz besonders im Umgang mit der Polizei zu (und beschränkt sich nicht nur auf die Beamten von der Bundespolizei), die sich nicht entblödet, mir zu zeigen, dass ich als nicht zugehörig angesehen werde; z.B. wenn ich mich abends entscheide, ein oder zwei Haltestellen nach Hause zu laufen, und mich die ganze Zeit ein Sixpack der Polizei in Schrittgeschwindigkeit verfolgt. Normalerweise müsste ich hingehen, an die Scheibe klopfen und fragen, ob die Herrschaften mich nicht gleich nach Hause fahren wollen. Aber da hätten wir wieder das Problem, nicht negativ auffallen zu dürfen. Ich habe mich aufgrund meiner jahrzehntelangen Erfahrungen lieber für die Ausweichstrategie entschieden, besonders unauffällig nach Hause zu laufen.<sup class='footnote'><a href='#fn-8318-2' id='fnref-8318-2'>2</a></sup></p>
<p>In Deutschland gibt es keine Pflicht zur Mitführung eines Ausweises. Als Schwarzer käme ich aber nie auf die Idee, meinen zu Hause zu lassen. Zu groß ist die Gefahr, zum Beispiel am Leipziger Hauptbahnhof beim Geldholen oder in der Innenstadt beim Einkaufen aufgriffen und abgeführt zu werden. Es wäre ja viel zu einfach, die gemachten Angaben gleich an Ort und Stelle per Funk zu überprüfen. Und ich hör&#8217; sie schon wieder unken, jene Leute (ausnahmslos weiß und damit privilegiert), die glauben, dass so was gar nicht sein könne, und wenn doch, dann sicher weil irgendwas vorgelegen habe. Aber meinem Bruder ist das passiert. Zweimal. Es half nichts, mit muttersprachlichen Deutschkenntnissen zu brillieren. Für die Polizisten stand fest. Der ist schwarz, der gehört nicht hierher. Und dann der Satz des feixenden Polizisten: <q>Das ist nicht wegen deiner Hautfarbe.</q></p>
<p>Racial Profiling, wie es von der Polizei ständig verwendet wird, funktioniert nur aufgrund der irrigen Vorstellung, dass man als Nichtweißer nicht nur nicht deutsch, sondern auch nicht redlich sein könne. Zu oft werden solche Kontrollen begleitet von demütigenden Fragen wie <q>Du hast wohl eine Deutsche geheiratet, dass du einen deutschen Pass hast?</q>, oder von Taschenkontrollen, die mit der eigentlichen Feststellung der Identität gar nichts zu tun haben.<sup class='footnote'><a href='#fn-8318-3' id='fnref-8318-3'>3</a></sup></p>
<p>Besonders deutlich wird das Denkschema, wenn man die Debatte in den Kommentarspalten dieser Republik verfolgt. Ständig bemühen sich die Kommentatoren zu betonen, dass alles rechtens gewesen sein muss, weil der schwarze deutsche Student gar nicht wie ein Deutscher ausgesehen habe und die Beamten nur auf ihren Erfahrungsschatz zurückgreifen würden. Und überhaupt wäre es total ineffizient, jetzt für jeden verdächtigen Ausländer drei unschuldige Omis und ihre schweren Einkaufstüten zu filzen. Gerade an solchen Argumentationen zeigt sich vortrefflich, wie eine <q>Wir gegen die</q>-Dichotomie aufgebaut wird: Wir, die die unschuldigen Deutschen (in Form einer total ungefährlichen Oma, die doch nur einkaufen war), müssen uns gegen die gefährlichen Ausländer schützen. Dabei wird grundsätzlich auch am Kern der Sache vorbeidiskutiert: dass die falsche Hautfarbe als alleiniges Merkmal ausreicht, um als verdächtig gekennzeichnet und kriminalisiert zu werden.</p>
<p>Eine schallende Ohrfeige wäre in der Tat besser gewesen.</p>
<p><strong>Rassistischer Bonuscontent</strong>: Hier habe ich noch ein paar denkwürdige Kommentare, die unter Artikeln in der <a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/polizeikontrollen-hautfarbe-oberverwaltungsgericht-urteil">Zeit</a> und <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article110401181/Hautfarbe-darf-kein-Kontrollgrund-sein.html">Welt</a> stehen.</p>
<blockquote><p>
<a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/polizeikontrollen-hautfarbe-oberverwaltungsgericht-urteil?commentstart=225#cid-2403534">Bastie</a>: Die Aufregung findet statt, weil ein legal hier Lebender, der nun einmal viele Merkmale Illegaler aufgewiesen hat (zum einen durch ausländisches Aussehen, zum anderen (und das wird hier immer gerne unterschlagen) weil er in einem Zug unterwegs war, der häufig von Illegalen benutzt wird), kontrolliert wurde.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/polizeikontrollen-hautfarbe-oberverwaltungsgericht-urteil?commentstart=225#cid-2403637">johnny2458</a>: Ein Bekannter von mir ist Portugiese. Er wurde vor ein paar Jahren von einem Streifenwagen angehalten. Er trug eine HipHop-Jacke und kurzes Haar. Die Polizisten waren gerade auf der Suche nach einem Kerl, dessen Beschreibung auch auf meinen Bekannten zutraf.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/polizeikontrollen-hautfarbe-oberverwaltungsgericht-urteil?commentstart=217#cid-2403111">Die Mitte</a>: Allein wegen der Haut-, Haar- oder sonstigen Farbe wird sicher niemand kontrolliert, sondern weil jemand aufgrund seines Äußeren mit einem Verdacht in Verbindung gebracht wird.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/polizeikontrollen-hautfarbe-oberverwaltungsgericht-urteil?commentstart=217#cid-2403306">tsitsinotis08</a>: Stellen wir uns die einfache Situation vor: Ein Schwarzer/südländisch Aussehender/Ungepflegter sitzt in der Bahn neben einem gepflegten Weißen, und der Polizist kontrolliert nur den Weißen. Ich bin sicher, er, der Polizist, käme in einen schweren Konflikt, weil er sich von vielen <q>Nachbarn</q> beobachtet fühlt, die sich seiner Meinung nach fragen, wieso er den <q>Falschen</q> kontrolliert. Und so weiter wie unheiter&#8230;</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/polizeikontrollen-hautfarbe-oberverwaltungsgericht-urteil?commentstart=177#cid-2402222">kai1</a>: Woran macht eigentlich jemand fest, dass seine Überprüfung ausschließlich aufgrund seiner Hautfarbe erfolgt(e), wenn der entsprechende Polizist nicht dümmer ist, als die Polizei erlaubt, und ihn unter 200 <q>Weißen</q> als einzigen <q>Nicht-Weißen</q> kontrolliert und dann auch noch zu blöd ist, eine schlüssige Begründung vorzubringen?</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/polizeikontrollen-hautfarbe-oberverwaltungsgericht-urteil?commentstart=177#cid-2402295">FlintQDA</a>: Ich weiß zwar nicht, wie die Polizisten bei der Kontrolle vorgegangen sind, jedoch ist es doch kein Problem, eine Routinekontrolle über sich ergehen zu lassen.</p>
<p>Ich bin bestimmt kein Freund von Polizisten, aber Kontrollen müssen nunmal sein, dabei ist egal, welche Hautfarbe man hat, die müssen wir alle durchmachen.</p>
<p>Mich wundert es nur, dass der Student soviel zeit übrig hat, um sich damit auch noch gerichtlich zubeschäftigen. Wenn er nicht verletzt wurde, sollte er es einfach dabei belassen. Ich denke, das ist eher ein Fall von gekränktem Ego.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/polizeikontrollen-hautfarbe-oberverwaltungsgericht-urteil?commentstart=137#cid-2401805">tom1972</a>: Kein Polizist ist so blöd und sagt <q>Ich spreche Sie an, weil Sie schwarz sind</q>. Wenn der <q>Schwarze</q> einen Anzug trägt, den sich der Polizist selbst nicht leisten kann, wird er ihn nicht ansprechen und kontrollieren wollen. Die Polizei wird auch weiterhin ihre Arbeit machen und selbst wissen, wen sie wann kontrollieren.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/polizeikontrollen-hautfarbe-oberverwaltungsgericht-urteil?commentstart=121#cid-2401554">adept</a>: In der Medizin werden regelmäßig Labortests gemacht, wo ein Blutwert als Indikator für einen bestimmten Zustand hergenommen wird. Die statistische Theorie dahinter nennt sich Bayes-Theorem. Aus einer A-priori-Warscheinlichkeit wird nach Kenntnis des Testergebnisses eine A-posteriori-Wahrscheinlichkeit. Beispielsweise ist ein positiver Aids-Test bei einer zufällig aus der Bevölkerung gegriffenen Person ohne bekannte Risikofaktoren (Milieuzugehörigkeit etc.) eher wahrscheinlich ein Testfehler als eine tatsächliche Diagnose, weil die A-priori-Wahrscheinlichkeit so verdammt klein ist.</p>
<p>In diesem Fall wäre der gesuchte Diagnose <q>Illegaler Einwanderer</q>, und einer der möglichen Tests ist <q>Hautfarbe</q>. Die A-priori-Wahrscheinlichkeit bei einer durch puren Zufall ausgewählten Person ist hier ebenfalls sehr gering, sodass den Ermittlern zugestanden werden sollte, jedes bisschen an Information nutzen zu können.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-10/polizeikontrollen-hautfarbe-oberverwaltungsgericht-urteil?commentstart=9#cid-2400883">StephenGodson</a>: <q>Opfer von Racial Profiling</q>?, sagen Sie mal, ist das Ihr Ernst? Wo ist denn das Problem? Ausweis zeigen, zwei Minuten warten, weiterfahren. Ich wurde in meinem Leben schon so oft kontrolliert, leider kann ich mich nicht auf solche Oberflächlickeiten berufen. Wer macht denn hier Unterschiede?</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article110401181/Hautfarbe-darf-kein-Kontrollgrund-sein.html#comment-696133564">Arno</a>: Wir sollten uns in unserem eigenen Land nicht auf dem Kopf rumtanzen lassen. Wir bestimmen die Regeln und wem das nicht passt, der kann gerne gehen. Das ist kein Aufruf zur Unverhältnismäßigkeit und auch nicht zur Diskriminierung, aber klagen vor Gericht wegen so einer Lapalie ist dreist und unverschämt. Gäste sollen sich wie Gäste benehmen, dann haben sie unsere Gastfreundschaft verdient. Tun sie da nicht, muss man ihnen ihre Grenzen aufzeigen.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article110401181/Hautfarbe-darf-kein-Kontrollgrund-sein.html#comment-696125679">NordicWarKing</a>: Wenn ich mich als dunkelhäutiger Mensch dazu entscheide, in Deutschland zu leben, muss ich mir über die Konsequenzen bewusst sein. Vorurteile sind allgegenwärtig.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article110401181/Hautfarbe-darf-kein-Kontrollgrund-sein.html#comment-696126299">Edna</a>: Man möge sich fragen, warum die El Al die sicherste Fluggesellschaft ist, trotz des höchsten Gefährdungspotentials. Sicher nicht, weil 90-Jährige Omas einer genauen Kontrolle unterzogen werden, sondern exakt wegen der hier nun nicht mehr möglichen, gezielten Kontrolle von Personen &#8211; vor allem nach Ihrer Herkunft.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article110401181/Hautfarbe-darf-kein-Kontrollgrund-sein.html#comment-696129470">Unglaublich</a>: Genau das Gegenteil ist der Fall. Südländisch aussehende Personen werden generell nicht kontrolliert, da das Gefahrenpotential zu groß ist.
</p></blockquote>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-8318-1'><q>Nicht negativ auffallen</q> heißt in Leipzig übrigens schon, mich in der Bahn nicht nach vorn zu beugen, um etwas aufzuheben, weil die Trulla vor mir sonst wieder am Spieß schreien könnte: <q>Da ist was Schwarzes!!!</q> Aber dazu schreibe ich später mal was. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-8318-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-8318-2'>Ja, so was geht wirklich. Das bedeutet z.B. auch, nicht zu rennen. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-8318-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-8318-3'>Alternativ: mit gezogener Waffe zum Anhalten gezwungen werden. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-8318-3'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Normal citizens have captured what really happened</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Oct 2012 09:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Netizens vs Online Censorship ist ein Kurzfilm, der sich mit der Debatte um die Meinungsfreiheit im Internet anhand von Aktivistenaussagen befasst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Netizens vs Online Censorship</em> ist ein Kurzfilm, der sich mit der Debatte um die Meinungsfreiheit im Internet befasst und dabei Aktivisten in Nairobi während der <q>Global Voices</q>-Konferenz und in Instanbul während der <q>Mapping Digital Media Project</q>-Versammlung zu Wort kommen lässt.</p>
<div class="media">
<span class="medianame"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=TMi8NjSjYUg">Netizens vs Online Censorship </a></span><span class="mediacopy">CC-BY: FreenetFilm</span><br />
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		<title>300 Euro und ein Freigetränk</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Oct 2012 22:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ali</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit müssen sich verschiedene Leipziger Clubs wegen fragwürdiger Einlasskontrollen vor Gericht verantworten. Bisher zeigte sich nicht selten, dass auch in Gerichtssälen kaum Verständnis für die Mechanismen von Rassismus existiert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Seit einiger Zeit müssen sich verschiedene Leipziger Clubs wegen fragwürdiger Einlasskontrollen vor Gericht verantworten. Bisher zeigte sich nicht selten, dass auch in Gerichtssälen kaum Verständnis für die Mechanismen von Rassismus existiert.</em></p>
<p>Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (ADB) nach 2006 und 2008 abermals testete, ob Menschen allein aufgrund ihrer Abstammung vor Leipziger Clubs und Diskotheken abgewiesen werden. Elf Clubs wurden aufgesucht, in sechs kamen drei Nichtweiße nicht rein, während die drei weißen Mitglieder der Kontrollgruppe den Eingang problemlos passieren konnten. Einziger Unterschied: die Abstammung der Personen. Nachdem die vom <acronym title="Antidiskriminierungsbüro">ADB</acronym> und den betroffenen Studenten angestrebten Einigungsversuche scheiterten, wurden Klagen gegen die Betreiber der Clubs eingereicht.</p>
<p>Zwei Verhandlungen habe ich besucht, und ich habe so manches Mal gestaunt, wie voreingenommen es in Gerichten zugehen kann. Die unverschämteste Verhandlung war wohl die gegen das Night Fever. Schon zu Beginn war klar, dass auf Seiten der Beklagten keinerlei Einsicht herrscht.</p>
<p><strong>Die Schwierigkeit, einen Schaden zu beziffern</strong></p>
<p>Bevor es zur eigentlichen Verhandlung kommen sollte, hatten die beiden Parteien in der vorgelagerten Güteverhandlung die Möglichkeit, sich in dem Fall gütlich zu einigen. Doch daraus wurde nichts. Die Beklagtenseite unterstellte dem Kläger ausschließlich finanzielle Motive und versuchte, den Schaden wegzudiskutieren. Der Tenor: Das Testing, das das <acronym title="Antidiskriminierungsbüro">ADB</acronym> zur Aufdeckung von Diskriminierung verwendet, sei darauf ausgelegt, nicht eingelassen zu werden. Das muss man sich mal vorstellen: Da wollen ein paar Studenten, die nicht dem deutschen Bild eines Deutschen entsprechen und deshalb Ablehnungserfahrungen machen, feiern gehen und nehmen sich in weiser Voraussicht ein paar Zeugen. Das wird ihnen dann vorgeworfen. Was soll man als Betroffener also machen, wenn man die subtilen Mechanismen von Ausgrenzung sichtbar machen will, aber Diskriminierung sogar dann bestritten wird, wenn es dafür Zeugen gibt? Als der Club-Anwalt den Vorwurf in den Raum stellte, dass die Studenten gar nicht feiern gehen wollten, weil ja in der <acronym title="Leipziger Volkszeitung">LVZ</acronym> gestanden habe, dass die Clubs getestet wurden, erwiderte Daniel Bartel, Leiter des <acronym title="Antidiskriminierungsbüro">ADBs</acronym>, mit dem Vergleich: <q>Das ist so, als würde ein Restaurantkritiker in ein Restaurant gehen. Der schreibt ja auch nicht, dass er essen gehen wollte, sondern bewertet das Essen.</q></p>
<p>Bezweifelt wurden die Absichten der Studenten vor allem auch deshalb, weil sie an dem Abend Eintritt hätten bezahlen müssen. Wenige Tage später, so die Argumentation des Clubs, fand eine kostenfreie Tour für Erstsemester statt. <q>Warum bist du denn auf eigene Faust losgezogen?</q>, fragte also ein Betreiber den Kläger. Wollte man dem Besitzer des Night Fevers kein Kalkül unterstellen, muss man sich schon fragen, warum der Besuch ihres Clubs Nichtweißen nur bei kostenlosen Erstsemesterpartys vorbehalten sein sollte. Haben Ausländer per se kein Geld für Vergnügungen? Dürfen sie nicht feiern, wann sie wollen?</p>
<p>Die beiden Seiten verhandelten mehrfach über ein mögliches Vergleichsangebot, kamen jedoch auf keinen gemeinsamen Nenner. Der Kläger hielt an seinen Forderungen von 1250 Euro Schadenersatz sowie an der Abgabe einer Unterlassungserklärung, ihn aufgrund seiner Abstammung abzuweisen, fest. Das Night Fever sah es dagegen als angemessen an, <q>300 Euro an <em>irgendeine</em> gemeinnützige Einrichtung</q> zu zahlen. Nach zähen Verhandlungen passte der Club zweimal sein Angebot an: Zuerst sollten die 300 Euro direkt an den Kläger gehen, später erhöhte er auf 300 Euro und ein Freigetränk. Eine Farce.</p>
<p><strong>Der Anwalt brüllt: <q>Hier wird das <acronym title="Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz">AGG</acronym> vergewaltigt.</q></strong></p>
<p>Im Gerichtssaal konnte die Atmosphäre nicht feindseliger sein. Während die Chefs des Night Fevers daran festhielten, dass sie vom <acronym title="Antidiskriminierungsbüro">ADB</acronym> erpresst werden sollten, war es vor allem deren Anwalt, der viel keifte und brüllte. Beweise, die für Darstellung des Clubs sprachen, blieben die Beklagten jedoch schuldig. Ursprünglich behaupteten sie, dass sie zweifelsfrei beweisen könnten, die Ablehnung an dem Abend habe keinesfalls etwas mit der Abstammung zu tun gehabt. Denn der Kläger hatte nach Darstellung der Chefs der La Belle Gastro GmbH, zu der der Club gehört, schon öfter Zutritt zum Night Fever. Bezeugt wurde das von DJ Alex.</p>
<p><a href="http://www.myspace.com/alexbase" rel="nofollow">DJ Alex, mit bürgerlichem Namen Alexander Wenke</a>, könne sich total gut an den Kläger erinnern, weil der sich besser anziehe als die Stammklientel des Night Fevers. Dass er den Kläger, wie vom Anwalt vermutet, vielleicht in einem der anderen Clubs gesehen haben könnte, in denen DJ Alex auch auflegt (u.a. Moritzbastei und Dark Flower), bestritt er vehement. Denn: <q>Im Night Fever bin ich mit dem Publikum immer auf Augenhöhe, sodass ich die Gesichter immer sehen kann. In der Moritzbastei schaue ich von oben auf die Köpfe der Gäste.</q> Das nenne ich eine einwandfreie Beweisführung. Dumm nur, dass DJ Alex nicht mal ansatzweise eingrenzen konnte, wann der Kläger, der dies zu jederzeit verneinte, im Night Fever gewesen sein soll.</p>
<p>Besonders fragwürdig ist auch das Verhalten der Richterin. Die Eisprinzessin, so charmant wie Frau von der Leyen, wenn sie bei einer CDU-Wahlkampfveranstaltung vor der unerträglichen Freiheit des Internets warnt, war nicht weniger aggressiv eingestellt als die Beklagtenseite. Gleich zu Beginn stellte sie klar, dass sie keinesfalls irgend etwas anderes urteilen werde als ihr Kollege im ähnlichen Fall zuvor: Mehr als 500 Euro wären definitiv nicht drin. Die Parteien mögen sich doch bitte im Rahmen der Güteverhandlung einigen, konnte man zwischen den Zeilen lesen. Richterliche Unabhängigkeit? Die sieht anders aus.</p>
<p>Deutliche Unterschiede zeigten sich auch bei der Befragung der einzelnen Zeugen. Während die weißen Zeugen durchgehend höflich und respektvoll behandelt wurden, keifte die Richterin den einzigen ausländischen Zeugen ständig an. Schon zur Einführung der Befragung bemerkte sie flappsig: <q>Na ja, Sie wissen ja, worum&#8217;s hier geht.</q> Im weiteren Verlauf blaffte sie ihn mehrfach an, etwa dass er sich nicht alles aus der Nase ziehen lassen sollte. Die Deutschkenntnisse des ausländischen (!) Studenten fanden bei der Richterin keinerlei Würdigung. Kaum saß ein Weißer im Zeugenstand, war Frau Richterin wieder ganz zahm. So ging denn auch mehrmals ungläubiges Raunen durch die Zuschauerreihen.</p>
<p>Auch die Befragungsstrategie des Club-Anwalts ließ Zweifel offen, dass der Club je irgendwas Sachliches vorbringen könnte. Ständig brüllte er rum, sprach gar von Vergewaltigung (!) des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und argumentierte, dass es nicht dazu gemacht sei, Einkommensquellen zu generieren. Allein: Vom Testing bis zur Verhandlung dauerte es gerade auch wegen der außergerichtlichen Einigungsversuche des <acronym title="Antidiskriminierungsbüro">ADBs</acronym> und der späteren Kläger ein Jahr. Es dürfte schwer werden, derlei Verfahren als sichere Einkommensquelle zu etablieren.</p>
<p><strong>Unterschiedliche Wahrnehmungen von Diskriminierung</strong></p>
<p>Die Schlussbemerkungen der Richterin unterdessen ließen tief blicken. Das Night Fever versuchte sich damit herauszureden, dass allen unter 21-Jährigen der Zutritt zum Club verwehrt würde, weshalb der Kläger, der zu dem Zeitpunkt übrigens deutlich älter war, nicht reingekommen sei. Nachdem die Richterin zwischendurch zu verstehen gab, dass sie den Fall eventuell nicht so schlimm fände wie einen zuvor verhandelten, antwortete sie auf Nachfrage des Klägeranwalts, Jakob Simon: <q>Ich finde es schlimmer, wenn man ins Gesicht gesagt bekommt, dass man als Ausländer nicht reinkommt, als wenn man dies umgeht und es zum Beispiel über das Alter begründet.</q> Dass die Ablehnung in beiden Fällen zur selben Ausgrenzungserfahrung führt, besonders dann, wenn alle anderen Umstehenden rein dürfen, ist der Richterin offenbar nicht klar; oder ihr ist es egal.</p>
<p>In der Klage gegen das Night Fever ist der Termin zur Verkündung für den 22.11. anberaumt. Sollte keine der beiden Parteien bis dahin weitere Beweisanträge stellen, will das Gericht ein Urteil fällen. Unterdessen ist das Velvet, dessen Verhandlung ich ebenfalls besucht hatte, zum zweiten Mal zu Schadenersatz i.H.v. 500 Euro verurteilt worden. Der Club muss nicht nur 75 Prozent der Kosten tragen, sondern bei einem abermaligen Verstoß mit der Verhängung eines Ordnungsgeldes rechnen. Ironischerweise hat das Landgericht Leipzig ziemlich zeitgleich das erste Urteil kassiert und den Fall an das Amtsgericht zurückverwiesen.</p>
<p><strong>Weitere Artikel zu rassistischen Einlasskontrollen</strong></p>
<ul>
<li>ADB Sachsen (2011):<a href="http://www.adb-sachsen.de/chronologie.html"> Der Weg vom Diskotesting zum Aufruf und zu den Klagen</a></li>
<li>ADB Sachsen (2011): <a href="http://adb-sachsen.de/protokoll_diskotesting.html">Protokoll Discotesting 2011</a></li>
<li>Bax, Daniel (2012): <a href="http://www.taz.de/!101224/">Rassismus an der Tür</a></li>
<li>Rath, Christian (2011): <a href="http://www.taz.de/!83598/">900 Euro für Disko-Demütigung</a></li>
<li>Tagesspiegel (2007): <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/stadtleben/undiplomatische-tuerpolitik/984518.html">Undiplomatische Türpolitik</a></li>
</ul>
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