26 Oct 2009

CAJE und PR 2009

(Kategorie: Textbeiträge)

Zugegeben: In den letzten Tagen war es wieder ruhig. Jedoch habe ich hier gerade so viel um die Ohren, dass ich es kaum schaffe, was zu schreiben. Am Wochenende war die CAJE 2009 (Conference of African Journalism Educators), bei der sich Journalistenausbilder mit verschiedenen Problemen rund um die Journalistenausbildung befassten. Einer der Teilnehmer hatte bspw. die Qualität von Tageszeitungen anhand der Ghana Times untersucht. Er kritisierte u.a. die schlechte Grammatik, bei dann schon mal völlig irreführende Schlagzeilen rauskommen (kennt man ja auch aus Deutschland), und das Unvermögen, sich kurzzufassen. Verwunderlich finde ich jedoch, dass man in nur EINEM Satz sechs verschiedene Zeitformen verwenden kann. :D

Seit heute und noch bis Mittwoch findet Power Reporting 2009 statt. Hier treffen sich neben den Teilnehmern der CAJE jede Menge weitere Teilnehmer und lauschen unglaublich interessanten Beiträgen. Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Fußballs. Immerhin ist Südafrika Gastgeber der WM 2010. Den Anfang machte Andrew Jennings, der sich mit einigen Korruptionfällen im Sport beschäftigt hat. U.a. befasste er sich auch mit «President Blatter» und seiner Fifa. Aber dazu später mehr in einem separaten Blogeintrag.

Diskutiert wurde auch über den Handel mit jungen afrikanischen Fußballspielern, die sich eine große Karriere in Europa erhoffen und über die Frage, was genau Sportjournalismus ausmacht. Geht’s nur darum, wer das Tor geschossen hat? Im Grunde schon. Immerhin haben Studenten der Northwest University nahe Chicago ein Programm entwickelt, das Sportmeldungen aus Textbausteinen erstellt. Die Meldungen seien dabei «so gut wie das, was eilige Sportjournalisten unter dem Termindruck einer aktuellen Berichterstattung» produzierten. Entsprechende Einschätzungen gab es auch während der Konferenz: Die Fritzen aus dem Sportressort währen «ugly stepchilds» und wären total unnütz, weil sie für den investigativen Journalismus nicht gemacht seien. Interessant jedoch der Einwand eines Teilnehmers:  Wenn «normale» Journalisten Informationen über Sportrelevantes einholen, müssen sie häufig ihre Kollegen fragen, worum es überhaupt geht.

Morgen steht wieder ein Mammuttag bevor. Zuerst besuche ich einige Veranstaltungen, u.a.zu folgenden Themen:

  • Probleme im Zusammenhang mit westlichen Hilfeleistungen an Afrika,
  • Zugang zu Informationen von Journalisten (in Uganda) und
  • das Spannungsfeld zwischen Journalismus und Recht: Diffamierung und Privatsphäre.

Am Abend steht dann noch ein Dinner und die Verleihung der FAIR African Investivative Journalism Awards an. Ich werde morgen wohl also nicht dazu kommen, im Blog zu schreiben.

Nachtrag, 28. Oktober: Das Dinner und die Verleihung habe ich mir geschenkt, nachdem ich schon bei der letzten Veranstaltung damit zu kämpfen hatte, nicht einzuschlafen. Daher gibt es davon auch keine Fotos. Dafür werde ich in den kommenden Tagen nach und nach ein paar Sachen über den Power-Reporting-Workshop schreiben. Es war sehr interessant. :)

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5 Antworten zu „CAJE und PR 2009“

  1. mimi sagt dazu:

    Hi Ali, was ich hier über CAJE, Dich und tausend Viescher so alles lese… Kommst Du noch dazu in Deinem schicken Zimmer zu schlafen ;-)).
    Bleib fit und viel Spaß am «Aufsaugen». Tutaonana.

  2. Katharina sagt dazu:

    UGAAAAAAAAAAAANDAAAAAAA!!!
    Da bekomm ich doch gleich wieder Depressionen…

  3. Ali (Afrika-Blog) sagt dazu:

    @Katharina: Warum? In meinem Blog geht’s doch um Südafrika! :P

    @Mimi: Ja, ich falle immer augenblicklich tot um. Gestern habe ich eigentlich nur en Blogeintrag mit der Katze geschafft. Danach war ich weg vom Fenster. *g*

  4. Katharina sagt dazu:

    @Ali: Ich zitiere dich:
    «Zugang zu Informationen von Journalisten (in Uganda) »

    Bei mir reicht halt schon das Lesen des Wortes um Fernweh zu bekommen!!!

    Aber Südafrika ist bestimmt auch ganz toll :-) (wie fügt man hier eigentlich so lustige smileys ein???)

  5. Katharina sagt dazu:

    Ah, habs kapiert…

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